ÖZIV-Medienpreis sucht neue journalistische Einreichungen

Der ÖZIV Bundesverband hat die Ausschreibung für seinen Medienpreis 2025 gestartet. Bereits zum 20. Mal werden Beiträge prämiert, die sich differenziert mit dem Leben von Menschen mit Behinderungen in Österreich auseinandersetzen. Teilnehmen können Journalistinnen und Journalisten aus Print, Online, Radio und Fernsehen. Eingereicht werden Arbeiten, die im Zeitraum von 1. Jänner bis 31. Dezember 2025 veröffentlicht wurden.

„Medien spielen eine Schlüsselrolle, ob und wie Menschen mit Behinderungen in einer Gesellschaft wahrgenommen werden“, betont Rudolf Kravanja, Präsident des ÖZIV Bundesverbandes. Mit dem Medienpreis wolle man gezielt jene Berichterstattung sichtbar machen, die zu einem realistischen und vielschichtigen Bild beiträgt und gesellschaftliche Zusammenhänge verständlich einordnet.

Fokus auf Arbeitsmarkt und Teilhabe

Thematisch liegt ein besonderer Schwerpunkt auf Beiträgen zu Menschen mit Behinderungen am Arbeitsmarkt, Barrierefreiheit, Frauen mit Behinderungen sowie Kunst und kultureller Teilhabe. Damit greift die Ausschreibung zentrale gesellschaftliche Bereiche auf, in denen Fragen der Inklusion und gleichberechtigten Teilhabe besonders sichtbar werden.

Gerade der Arbeitsmarkt gilt dabei als Schlüsselthema, da er wesentlich über wirtschaftliche Selbstständigkeit und gesellschaftliche Integration entscheidet. Entsprechend gefragt sind Beiträge, die nicht nur Einzelschicksale zeigen, sondern auch strukturelle Zusammenhänge nachvollziehbar machen und Entwicklungen einordnen.

Journalistische Qualität im Mittelpunkt

Der Medienpreis versteht sich in erster Linie als Auszeichnung für journalistische Qualität. Im Mittelpunkt stehen Arbeiten, die über vereinfachende Darstellungen hinausgehen und komplexe Lebensrealitäten differenziert abbilden. Gefragt sind Perspektiven, die Hintergründe beleuchten, Entwicklungen verständlich machen und damit zu einer sachlichen öffentlichen Diskussion beitragen.

Unterstützt wird der ÖZIV Medienpreis 2025 unter anderem von Otto Bock Healthcare Products und der Österreichischen Post AG. Die Auswahl der Preisträgerinnen und Preisträger erfolgt durch eine Fachjury unter Vorsitz von Prof. Turnheim.

Strukturelle Benachteiligung bleibt Realität

Unabhängig vom Wettbewerb zeigen aktuelle Daten eine angespannte Lage: Laut Statistik Austria ist rund jeder fünfte Mensch mit Behinderungen in Österreich armuts- oder ausgrenzungsgefährdet. Gleichzeitig bleibt der Zugang zum Arbeitsmarkt für viele Betroffene erschwert.

Diese Faktoren wirken zusammen und führen zu strukturellen Benachteiligungen, die sich langfristig auf Lebensrealitäten auswirken. Fragen der sozialen Absicherung, der tatsächlichen Teilhabe und der Integration in den Arbeitsmarkt bleiben damit zentrale gesellschaftliche Herausforderungen.

Die Einreichfrist für den ÖZIV Medienpreis 2025 endet am 30. April 2026. Weitere Informationen zu Teilnahmebedingungen und Kriterien sind beim ÖZIV Bundesverband abrufbar.

(PA/red)