Barbara Wolschek erhält den Axel Corti-Preis 2026

Die ORF-Auslandskorrespondentin Barbara Wolschek erhält den Axel Corti-Preis 2026. Die Auszeichnung wird im Rahmen des 58. Fernsehpreises der Erwachsenenbildung am 25. Juni im RadioKulturhaus in Wien vergeben. Er zählt zu den profiliertesten Auszeichnungen für journalistische und gesellschaftlich relevante Fernsehproduktionen in Österreich.

Fernsehpreismedaille des Axel Corti-Preises der Erwachsenenbildung

Fernsehpreismedaille des Axel Corti-Preises.| © ORF/Hans Leitner

Die Ehrung fällt in eine Phase, in der die USA  im Zentrum des Weltgeschehens stehen. Auseinandersetzungen in Europa und im Nahen Osten, geopolitische Spannungen in Fernost sowie die politische Polarisierung in westlichen Demokratien prägen die globale Nachrichtenlage. Wolschek berichtete für den ORF bereits über Jahrzehnte aus allen internationalen Spannungsfeldern.

Berichterstattung aus Krisenregionen

Seit 2024 arbeitet Wolschek erneut als Korrespondentin in Washington. Dort begleitet sie den zunehmend polarisierten politischen Alltag in den Vereinigten Staaten ebenso wie internationale Machtverschiebungen und sicherheitspolitische Entwicklungen. Bereits zuvor berichtete sie über die Anschläge des 11. September 2001, den Irakkrieg, Konflikte im Libanon, den Syrienkrieg sowie Entwicklungen in Israel und der Türkei.

ORF-Korrespondentin Barbara Wolschek als neue Leiterin des ORF-Auslandsbüros Washington

Barbara Wolschek leitet seit Juli 2025 das ORF-Auslandsbüro in Washington. | © ORF/Roman Zach-Kiesling

Die Jury würdigte insbesondere ihre ruhige und verständliche Einordnung komplexer internationaler Themen. Jurysprecher John Evers verwies laut Aussendung auf die Bedeutung verlässlicher journalistischer Orientierung in Zeiten von Desinformation und gesellschaftlicher Unsicherheit.

Preis erinnert an Axel Corti

Benannt ist die Auszeichnung nach Axel Corti, der als einer der prägenden Medienmacher Österreichs gilt. Corti arbeitete als Regisseur, Radiogestalter und Publizist und wurde insbesondere für gesellschaftskritische Produktionen und seine prägende Rolle im österreichischen Medienbetrieb bekannt.

Der Axel Corti-Preis wird zusätzlich zu den regulären Kategorien des Fernsehpreises der Erwachsenenbildung vergeben. Ausgezeichnet werden journalistische oder televisuelle Leistungen mit besonderem erwachsenenbildnerischem Anspruch. Dahinter steht die Idee, Fernsehen nicht ausschließlich als Unterhaltungsmedium zu verstehen, sondern auch als Ort gesellschaftlicher Orientierung und Wissensvermittlung.

Fernsehpreis mit Bildungsanspruch

Der Fernsehpreis der Erwachsenenbildung wird von den zehn Verbänden der Konferenz der Erwachsenenbildung Österreichs (KEBÖ) getragen und zählt zu den traditionsreicheren Medienauszeichnungen des Landes. Prämiert werden Produktionen mit gesellschaftlichem, kulturellem, wissenschaftlichem oder demokratiepolitischem Bildungsanspruch.

Die diesjährigen Kategorien reichen von Wissenschaftskommunikation und Digitalisierung bis zu Menschenrechten, Nachhaltigkeit sowie politischer Bildung. Die Preisverleihung findet am 25. Juni 2026 im ORF RadioKulturhaus statt. Dort werden auch die Gewinnerinnen und Gewinner der einzelnen Fernsehpreis-Kategorien bekanntgegeben.

(PA/red)