Neue Fast-Lane im Gänsehäufel soll Wartezeiten verkürzen
Wenn der Hochsommer Wien erreicht und die Temperaturen steigen, werden die städtischen Freibäder zu einem der gefragtesten Orte der Stadt. Besonders das Gänsehäufel zählt zu den großen Publikumsmagneten im städtischen Bäderangebot. Das Strandbad der Stadt Wien liegt auf einer Insel zwischen Alter Donau und Kaiserwasser und zieht jedes Jahr fast 400.000 Besucher an.

An heißen Sommer- und Ferientagen kann es vor dem Gänsehäufel zu längeren Wartezeiten kommen. | © km
An heißen Sommer- und Ferientagen kann der Andrang entsprechend groß werden. Wer möglichst rasch ins Wasser möchte, braucht dann mitunter Geduld. Nicht jeder beginnt den Badetag gern in einer Warteschlange vor der Kassa – schon gar nicht mit Kindern, Badetaschen und sengender Hitze im Nacken.
Für Besucher mit bereits gekaufter Eintrittsberechtigung soll sich die Situation nun verbessern. Die Wiener Bäder haben im Gänsehäufel eine eigene Fast-Lane eingerichtet. Wer mit Online-Ticket oder digitaler Dauer- beziehungsweise Vorverkaufskarte kommt, kann künftig einen separaten Eingang nutzen.
Schnellere Zugänge für Ticketinhaber
Die neue Fast-Lane richtet sich ausschließlich an Besucher mit bereits vorhandener Eintrittsberechtigung. Wer sein Ticket vorab online kauft oder eine digitale Dauerkarte nutzt, muss sich künftig nicht mehr in die reguläre Kassenschlange einreihen.

Die Brücke über das Kaiserwasser ist der Hauptzugang zum Gänsehäufel. | © km
Bereits zu Saisonbeginn hatten die Wiener Bäder ihr digitales Angebot erweitert. Online-Tickets können mittlerweile bis zu sieben Tage im Voraus gekauft werden. Zusätzlich wurde eine neue Monatskarte eingeführt, die jeweils 30 Tage gültig ist und flexibel zu jedem beliebigen Datum startet.
Monatskarten, Saisonkarte und Bonuskarten sind online über die Website der Wiener Bäder erhältlich:
www.wien.gv.at/freizeit/baeder-monatskarten
Reaktion auf starke Besuchertage
Die Maßnahme kommt in einer Saison, die für die Wiener Bäder bereits mehrere Änderungen gebracht hat. Aufgrund eines Sparkurses wurden Anfang des Jahres unter anderem Öffnungszeiten angepasst und einzelne Angebote reduziert. Hallen- und Kombibäder sind im Sommerbetrieb teils eingeschränkt nutzbar, der Schwerpunkt liegt in der heißen Jahreszeit klar auf den Freibädern.
Gleichzeitig hält die Stadt an Investitionen in Sanierungen und Neubauten fest. Bäderstadtrat Jürgen Czernohorszky verweist darauf, dass die Freibäder während der Sommermonate eine wichtige Funktion als öffentliche Erholungsräume erfüllen würden. Angebote wie die neue Fast-Lane oder verlängerte Abendöffnungszeiten im Strandbad Alte Donau sollen den Badebetrieb für Besucher attraktiver machen.

Sommerstimmung rund um das Gänsehäufel. | © km
Längere Öffnungszeiten an der Alten Donau
Zusätzlich läuft derzeit ein Testbetrieb im Strandbad Alte Donau. Bis Anfang August bleibt das Bad bei Schönwetter bis 20.30 Uhr geöffnet. Auch der Kassenschluss wurde um eine Stunde nach hinten verschoben. Die Wiener Bäder wollen anschließend prüfen, ob längere Öffnungszeiten künftig dauerhaft möglich sind.

Luftaufnahme vom Gänsehäufel an der Alten Donau. | © PID/MA44
Für Besucher bedeutet das vor allem eines: Wer an besonders heißen Tagen einen Badeausflug plant, kann durch den Online-Kauf seines Tickets nicht nur Zeit sparen, sondern künftig auch einen schnelleren Zugang zum Gänsehäufel nutzen.
(PA/red)


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