Elf neue Militärhunde: So heißen die süßen Welpen

Noch passen sie bequem auf einen Arm – doch in zwei Jahren sollen diese Welpen Sprengstoff, Suchtmittel und menschliche Fährten aufspüren. Elf neue Militärhunde starten jetzt in Kaisersteinbruch ihre Ausbildung beim österreichischen Bundesheer.

Beim Traditionstag des Militärhundezentrums im Burgenland wurden die Welpen des neuen „T-Wurfs“ feierlich getauft. Mit der traditionellen Welpentaufe sind die Tiere nun offiziell in den Dienststand des österreichischen Bundesheeres übernommen worden.

Elf Welpen offiziell in den Dienst übernommen

Die Zeremonie fand am 13. August im Beisein von Verteidigungsministerin Klaudia Tanner sowie weiterer Fest- und Ehrengäste statt. Die Feier erinnerte auch an den heiligen Rochus, den Schutzpatron der Diensthunde.

Elf neue Militärhunde mit Bundesheer-Angehörigen in Kaisersteinbruch

Die Welpen des neuen „T-Wurfs“ mit ihren Betreuungspersonen, Verteidigungsministerin Klaudia Tanner und ÖFB-Präsident Josef Pröll in der Pfarrkirche Kaisersteinbruch. | © HBF/Paul Kulec

Symbolisch erfolgt die Welpentaufe durch das Umhängen der Diensthundemarke: Rüden tragen ein blaues Band, Weibchen ein rosa Band.

So heißen die elf neuen Bundesheer-Hunde

Alle Welpen gehören zum sogenannten „T-Wurf“. Ihre Namen beginnen deshalb traditionsgemäß mit dem Buchstaben T:

Trude, Taiga, Tara, Tracy, Thorin, Twixx, Titan, Tank, T-Bone, Tonic und Tantor.

Die Patenschaft für die jüngsten Mitglieder des Militärhundezentrums hat der Österreichische Fußball-Bund übernommen. Vertreten wurde der ÖFB bei der Feier durch Präsident Josef Pröll.

Vom süßen Welpen zum ausgebildeten Militärhund

Die elf Belgischen Schäferhunde wurden am 26. Mai im Militärhundezentrum Kaisersteinbruch geboren. Nun beginnt für sie schrittweise der Ernst des Diensthundelebens.

Zunächst werden die Tiere gesundheitlich untersucht. Anschließend besuchen sie die sogenannte „Welpenschule“, in der wichtige Grundlagen für ihre spätere Ausbildung gelegt werden.

In rund zwei Jahren sollen die Hunde unter anderem im Wach- und Schutzdienst eingesetzt werden. Abhängig von ihrer Eignung können sie außerdem lernen, Sprengstoffe oder Suchtmittel aufzuspüren. Auch die Suche nach Personen anhand einer individuellen Fährte gehört zu den Aufgaben ausgebildeter Militärhunde.

„Auch die Kleinsten tragen schon zur Sicherheit Österreichs bei“, erklärte Verteidigungsministerin Klaudia Tanner bei der Welpentaufe. Militärhunde würden gemeinsam mit ihren Hundeführerinnen und Hundeführern einen unverzichtbaren Beitrag zur Sicherheit des Landes leisten.

Belgischer Schäferhund-Welpe bei der Welpentaufe des Bundesheeres

Ein Welpe des neuen „T-Wurfs“ bei der traditionellen Welpentaufe. Das blaue Band kennzeichnet einen Rüden, Weibchen tragen ein rosa Band. | © HBF/Paul Kulec

157 Militärhunde beim österreichischen Bundesheer

Das Militärhundezentrum in Kaisersteinbruch besteht seit 1964. Es ist die zentrale Zucht- und Ausbildungsstätte für sämtliche Militärhunde des Bundesheeres.

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums verfügt das Bundesheer derzeit über insgesamt 157 Militärhunde und 99 Hundeführerinnen und Hundeführer.

Davon sind 79 Hunde und 21 Hundeführer im Militärhundezentrum Kaisersteinbruch tätig. Der Frauenanteil unter den dort eingesetzten Hundeführerinnen und Hundeführern beträgt 41 Prozent.

Neben Schäferhunden bildet das Bundesheer auch Rottweiler, Labradore und Jagdhunde aus. Die Tiere werden im gesamten Bundesgebiet und teilweise auch bei Auslandseinsätzen eingesetzt.

Kaisersteinbruch als Zentrum für Rottweiler

Eine Besonderheit des Militärhundezentrums ist seine lange Tradition in der Rottweiler-Zucht. Mit mehr als 2.400 registrierten Rottweilern gilt die Einrichtung laut Bundesheer als weltweit größter Halter dieser Hunderasse.

Für Trude, Taiga, Tara, Tracy, Thorin, Twixx, Titan, Tank, T-Bone, Tonic und Tantor steht zuallererst die Welpenschule auf dem Stundenplan. Erst im Laufe der Ausbildung zeigt sich dann, für welche Aufgaben sich die einzelnen Hunde am besten eignen.

(PA/red)