Österreicher verblüfft Millionen bei „Britain’s Got Talent“
Der Magier FAB FOX sorgt derzeit in Großbritannien für Staunen: Mit einem spektakulären Auftritt bei der ITV-Show „Britain’s Got Talent“ schaffte es der 27-jährige Illusionist als erster Österreicher überhaupt ins Finale des Formats. Vor rund acht Millionen Fernsehzuschauern kombinierte der Niederösterreicher aus der Buckligen Welt Motorrad-Stunts, Gedankenlesen und cineastisches Storytelling zu einer Show, die auch in britischen Medien große Resonanz auslöste.

Einer der Höhepunkte des Auftritts.| © Britain’s Got Talent / ITV
Motorrad verschwindet – und taucht wieder auf
Bereits in den ersten Minuten setzte FAB FOX auf maximale Inszenierung. Auf einem Motorrad raste er über die Bühne des Londoner Apollo Theatre, ließ das Fahrzeug plötzlich verschwinden und tauchte Sekunden später überraschend mitten im Publikum wieder auf. Doch der eigentliche Spannungsbogen entstand erst danach.
Anders als klassische Bühnenmagier konzentriert sich FAB FOX nicht allein auf einzelne Tricks, sondern baut seine Auftritte wie eine Erzählung auf. Genau das wurde auch in britischen Medien hervorgehoben: Die Performance wirkte weniger wie eine Aneinanderreihung von Illusionen, sondern wie eine moderne Entertainment-Produktion mit dramaturgischem Spannungsbogen.

Sekunden nach dem Verschwinden auf der Bühne erschien FAB FOX plötzlich mitten im Publikum des Apollo Theatre. | © Britain’s Got Talent / ITV
Besonders viel Aufmerksamkeit erhielt eine Szene mit Gastjuror KSI. FAB FOX präsentierte dabei ein vorbereitetes Video, das scheinbar präzise Vorhersagen über zuvor notierte Begriffe und Zahlen enthielt. Im weiteren Verlauf überraschte er den britischen YouTuber und Musiker plötzlich mit dem Auftritt eines ehemaligen Musiklehrers aus dessen Kindheit – ein Moment, der selbst KSI sichtlich aus dem Konzept brachte:
„That is honestly one of the most incredible things I’ve ever seen in my life“.
Positive Resonanz in britischen Medien
Auch die britische Presse griff den Auftritt rasch auf. Mehrere Medien beschrieben die Show als außergewöhnliche Mischung aus moderner Illusionskunst, emotionalem Storytelling und TV-tauglicher Inszenierung. Besonders hervorgehoben wurde, wie geschickt FAB FOX Spannung, persönliche Geschichten und große Bühnenbilder miteinander verbindet.
Jurorin Alesha Dixon lobte den Niederösterreicher nach der Performance mit den Worten: „I loved you in the auditions, but now I love you.“ Auch Simon Cowell zeigte sich beeindruckt und sprach davon, dass der Auftritt das Publikum „förmlich in die Geschichte hineingezogen“ habe.
Für FAB FOX ist der Erfolg der bislang größte internationale Karriereschritt. Bereits im vergangenen Jahr hatte er bei „Das Supertalent“ den zweiten Platz erreicht. In Österreich machte er zuletzt mit großen Liveshows in der Wiener Stadthalle, dem Gasometer und spektakulären Stunts vor Schloss Schönbrunn auf sich aufmerksam.

Neben großen Stunts setzte FAB FOX auch auf mentale Illusionen und Storytelling-Elemente. | © Britain’s Got Talent / ITV
Finale vor Millionenpublikum
Im Finale von „Britain’s Got Talent“ am 30. Mai geht es nun um ein Preisgeld von 250.000 Pfund sowie einen Auftritt bei der traditionsreichen „Royal Variety Performance“ vor Mitgliedern der britischen Königsfamilie.
Viel Zeit zur Vorbereitung bleibt allerdings nicht. Während zwischen Casting und Live-Show noch mehrere Monate lagen, muss nun innerhalb weniger Wochen eine nochmals größere Inszenierung entstehen. Gerade das könnte FAB FOX jedoch entgegenkommen: Seine Stärke liegt weniger in klassischen Zaubertricks als in spektakulär aufgebauten Live-Momenten, die wie eine Mischung aus Magie, Actionfilm und Streaming-Show funktionieren.
Ob FAB FOX nach dem Finale von „Britain’s Got Talent“ tatsächlich vor der britischen Königsfamilie auftreten wird, entscheidet sich am 30. Mai. Fest steht bereits jetzt: Der Niederösterreicher dürfte auch abseits der TV-Bühne weiterhin große Hallen füllen — mehrere Österreich-Termine für den Herbst stehen bereits fest.
Und die Frage, ob KSIs ehemalige Musiklehrerin „Mrs Batts“ tatsächlich zufällig Teil der Show wurde oder vielleicht doch ein geplanter Bestandteil der Illusion war? Nun ja — ein Magier verrät seine Geheimnisse bekanntlich nicht.
(PA/red)


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