Alfons Haider verlängert als Generalintendant bis 2032
Die personelle Frage an der Spitze der burgenländischen Musiktheater-Festivals ist gesichert: Alfons Haider bleibt bis zumindest 2032 Generalintendant der Kultur Betriebe Burgenland (KBB). Das gab Landeshauptmann Hans Peter Doskozil am Donnerstag bei einer Pressekonferenz in Wien bekannt.
Haiders aktueller Vertrag lief ursprünglich bis 2027. Nun wurde dieser vorzeitig um fünf Jahre verlängert, mit einer Option auf weitere zwei Jahre. Die Entscheidung kam überraschend – auch für Haider selbst: „Er hat mich wirklich erwischt, es war nicht ausgemacht“, so der Generalintendant.
Planungssicherheit für internationale Produktionen
Für Haider bedeutet die Verlängerung vor allem eines: mehr Planungssicherheit. „Es ist schon wunderbar, wenn man weiß, dass man zumindest einmal für fünf Jahre wieder vorausplanen kann“, erklärte er. Gerade im internationalen Musiktheatergeschäft seien Vorlaufzeiten von mehreren Jahren notwendig, um große Produktionen zu realisieren.
Seit seinem Amtsantritt im Jahr 2021 verantwortet Alfons Haider die künstlerische und strategische Entwicklung der Seefestspiele Mörbisch sowie des Opernfestivals Jopera Jennersdorf. Die Position des Generalintendanten war damals neu geschaffen worden, um die Musiktheater-Aktivitäten im Burgenland zentral zu bündeln.
Vom Neustart 2020 zur langfristigen Verlängerung
Die Bestellung Haiders fiel in eine Phase des Umbruchs: 2020 mussten aufgrund der Covid-19-Pandemie nahezu alle Festivals abgesagt werden. Gleichzeitig nutzten die Kultur Betriebe Burgenland die Situation, um strukturelle und personelle Weichen neu zu stellen.

Seilschaft für Zusammenhalt in der Krise – Szene aus dem Kurzfilm “Nothing Like Austria” | © Ulrich Neuburg
Haiders Aufgabe war es von Beginn an, die Festivals strategisch weiterzuentwickeln, neue Publikumsschichten anzusprechen und die internationale Sichtbarkeit zu erhöhen. Auch eine stärkere Öffnung über das klassische Operetten-Repertoire hinaus war Teil dieser Neuausrichtung.
Alfons Haider zwischen Bühne und Fernsehen
Der gebürtige Wiener bringt umfassende Erfahrung aus Theater, Film und Fernsehen mit. Seine Ausbildung absolvierte er in Wien und Los Angeles, Engagements führten ihn unter anderem an das Theater in der Josefstadt und das Volkstheater.
Darüber hinaus wurde Alfons Haider einem breiten Publikum als ORF-Moderator bekannt, etwa durch Formate wie „Licht ins Dunkel“, den Opernball oder die „Starnacht“-Reihen. Diese mediale Präsenz galt bereits bei seiner Bestellung als wesentlicher Faktor für die stärkere Positionierung der burgenländischen Festivals.
Mit der nun fixierten Vertragsverlängerung setzt das Land Burgenland auf Kontinuität und auf eine langfristige Planbarkeit des Musiktheaterstandorts.
(PA/red)


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