Mozartwettbewerb kürt Sieger in Klavier und Violine

Salzburg stand im Februar erneut im Zeichen des Internationalen Mozartwettbewerbs Salzburg. Seit 1956 wird der traditionsreiche Nachwuchsbewerb an der Universität Mozarteum Salzburg ausgetragen und gilt als internationales Sprungbrett für junge Klassiktalente.

Von 7. bis 19. Februar 2026 trafen in Salzburg junge Spitzenmusiker aus aller Welt aufeinander. In den Sparten Violine und Klavier stellten sich insgesamt 45 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus 32 Ländern dem internationalen Vergleich. Die Wettbewerbsrunden waren öffentlich zugänglich, die Finalrunden mündeten jeweils in festliche Abschlusskonzerte mit Preisverleihung.

Violine: Xunyue Zhang überzeugt mit Mozart

In der Sparte Violine setzte sich die chinesische Geigerin Xunyue Zhang durch. Im Finalkonzert am 12. Februar interpretierte sie Mozarts Konzert Nr. 4 in D-Dur, KV 218, und erhielt den mit 10.000 Euro dotierten ersten Preis.

Preisträger des Internationalen Mozartwettbewerbs Salzburg - Violine 2026

v.l. Xunyue Zhang, Yuki Serino, Maxim Tzekov, Bjørg Pas | © Michael Klimt

Zhang studiert an der Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ Berlin und kann bereits auf Wettbewerbserfolge in Europa verweisen. Sie spielt eine Violine von Andrea Guarneri aus dem Jahr 1663, die ihr von der Deutschen Stiftung Musikleben zur Verfügung gestellt wird.

Der zweite Mozartwettbewerb-Preis ging an die Italienerin Yuki Serino, der dritte an Maxim Tzekov (Österreich/Bulgarien). Einen Sonderpreis für die beste Interpretation eines zeitgenössischen Werkes von Sarah Nemtsov erhielt die norwegische Geigerin Bjørg Pas.

Klavier: Bogdan Dugalić dreifach ausgezeichnet

In der Sparte Klavier gewann der serbische Pianist Bogdan Dugalić das Finale am 19. Februar mit Mozarts Klavierkonzert Nr. 9 in Es-Dur, KV 271. Neben dem ersten Preis (10.000 Euro) erhielt er auch den Publikumspreis sowie den Sonderpreis der Internationalen Gesellschaft für Neue Musik für die Interpretation eines Werkes von Johannes Maria Staud.

Mozartwettbewerb 2026 Gewinner in der Sparte Klavier Bogdan Bogdan Dugalić.

Mozartwettbewerb 2026 Gewinner in der Sparte Klavier Bogdan Bogdan Dugalić. | © Michael Klimt

Der zweite Preis ging an Elisey Mysin (Russland), der dritte an Anastasiia Kliuchereva (Russland/Österreich). Begleitet wurden die Finalisten vom Akademieorchester der Universität Mozarteum unter der Leitung von Ion Marin. Künstlerischer Leiter des Wettbewerbs ist Hannfried Lucke, in der Jury wirkten unter anderem Robert Levin, Andreas Frölich und Pavel Gililov mit.

Salzburg als Ausbildungszentrum

Der Wettbewerb ist eng mit der Geschichte des Mozarteums verbunden. Die Universität Mozarteum Salzburg geht auf das 1841 gegründete Dommusikverein und das Mozarteum zurück und wurde 1953 zur staatlichen Hochschule, später zur Universität. Sie zählt heute zu den international renommierten Ausbildungsstätten für Musik und darstellende Kunst.

Seit 1956 wird hier der Internationale Mozartwettbewerb veranstaltet. Ziel war von Beginn an, junge Musiker nicht nur technisch, sondern stilistisch im Sinne der Wiener Klassik zu fördern. Salzburg als Geburtsstadt Wolfgang Amadeus Mozarts bietet dafür einen symbolisch wie kulturell aufgeladenen Rahmen.

Teilnahme am Mozartwettbewerb

Der Wettbewerb findet im zweijährigen Rhythmus statt und wechselt zwischen verschiedenen Sparten wie Violine, Klavier oder Gesang. Die öffentliche Durchführung der Runden sowie die Finalkonzerte mit Orchesteranbindung machen ihn auch für das Publikum zugänglich.

(PA/red)