Kunstmagazin „Crack-a-Jack“ startet vor der Biennale
Mit dem Launch des neuen Kunstmagazins „Crack-a-Jack“ positionieren Dr. Eva Dichand und Patricia Mayr-Melnhof ein exklusives Publikationsprojekt im Umfeld der 61. Biennale in Venedig. Die erste Ausgabe zeigt ein klar kuratiertes Konzept, das internationale Netzwerke ebenso sichtbar macht wie persönliche Perspektiven aus der Kunstwelt.
Klare Struktur und bekannte Namen
„Crack-a-Jack, The Art Magazine“ erscheint zweisprachig in Deutsch und Englisch und umfasst 148 Seiten. Der Titel selbst wird im Editorial bildhaft erklärt: „Crack-a-Jack“ ist ursprünglich der Name eines klassischen Stadion-Snacks aus Popcorn und Erdnüssen – verbunden mit Momenten der Überraschung und Entdeckung. Diese Idee überträgt Herausgeberin Eva Dichand auf die Kunst, die ebenso unerwartete Eindrücke und neue Perspektiven eröffnen soll.
Im Mittelpunkt der ersten Ausgabe steht unter anderem die Choreografin Florentina Holzinger, deren Arbeit als kraftvolle Stimme des zeitgenössischen Tanztheaters vorgestellt wird. Weitere Beiträge widmen sich internationalen Ausstellungen und Institutionen, darunter eine Schau von Michael Armitage im Palazzo Grassi in Venedig oder ein Überblick über zentrale Ausstellungshäuser wie die Fondation Beyeler.

Das Cover der ersten Ausgabe zeigt ein Motiv rund um die Performance-Künstlerin Florentina Holzinger.
Auch Sammler und Kuratoren treten als prominente Stimmen auf. Gespräche und Essays führen zu Persönlichkeiten wie Maja Hoffmann oder Hans Ulrich Obrist, deren Perspektiven den globalen Blick auf aktuelle Entwicklungen der Kunstszene spiegeln. Ergänzt wird das Heft durch Empfehlungen zu wichtigen Ausstellungen des Jahres 2026, die von Paris über London bis Wien und Mailand reichen.
Hochwertige Produktion und internationales Umfeld
Bereits die Gestaltung der ersten Ausgabe signalisiert den hohen visuellen Anspruch des Magazins. Großformatige Bildstrecken, Typografie und Kunstsujets prägen das Layout. Anzeigen internationaler Luxusmarken und Kulturinstitutionen unterstreichen das Premiumumfeld, in dem sich das Magazin positioniert.
Während das Printmagazin gezielt an Sammler, Institutionen und Entscheidungsträger versendet wird, steht die Ausgabe parallel als frei zugängliches E-Paper online zur Verfügung. Damit verbindet das Projekt selektive Distribution mit digitaler Offenheit.
Zwei Namen, ein gemeinsames Projekt
Im Zentrum des Launchs stehen die beiden Gründerinnen Eva Dichand als Herausgeberin und Chefredakteurin sowie Patricia Mayr-Melnhof als Editorial Director. Beide treten im Magazin sichtbar auf. Diese Kombination prägt auch die inhaltliche Ausrichtung des Magazins, das auf kuratierte Perspektiven setzt.

Eva Dichand (rechts) und Patricia Mayr-Melnhof (links) stehen hinter dem neuen Kunstmagazin „Crack-a-Jack“. | © Helmut Graf
Der Zeitpunkt des Launchs rund um die Biennale in Venedig ist sorgfältig gewählt. Kaum ein anderes Ereignis bündelt so viele internationale Akteure der Kunstwelt wie diese Ausstellung. Das Magazin erscheint damit genau dann und dort, wo Sichtbarkeit und Vernetzung besonders intensiv stattfinden.
Crack a Joke über „Crack-a-Jack“
International, mondän, kulturell hoch gebildet – und dennoch sticht ein Detail am Cover hervor, das manche Leser schmunzeln lässt: der Titel des Magazins selbst. Wer „Crack-a-Jack“ hört, denkt an Babe Ruth, an Stadionkultur, an Snacks aus einer Zeit „long long ago“ als an ein zeitgenössisches Kunstmagazin. Die Kombination aus „Crack“ und „Jack“ würde dafür zu einem Kunstprojekt passen, das Grenzen sprengen und neue Impulse setzen möchte.
Dass die Redaktion dem Begriff gleich neben dem Impressum eine eigene Worterklärung mitgibt – „an informal term for a person or thing of marked excellence“ – zeigt, dass der Titel „Crack-a-Jack“, nach dem Lexikon gelesen, dennoch erklärungsbedürftig bleibt. Ob es sich lohnt, darüber einen Witz zu machen, bleibt Geschmackssache.
(PA/red)


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