Bühne, Ball und Fernsehen: Opernball 2026 stellt sich vor
Mit der traditionellen Pressekonferenz hat die Wiener Staatsoper die zentralen Programmpunkte des 68. Wiener Opernballs bekannt gegeben. Im Fokus standen die künstlerische Eröffnung, das Eröffnungskomitee, das offizielle Sujet sowie die umfangreiche mediale Begleitung durch den ORF.
Der Opernball findet am Donnerstag, 12. Februar 2026, statt und gilt als gesellschaftlicher Höhepunkt der Ballsaison. Staatsoperndirektor Bogdan Roščić betonte bei der Präsentation erneut den Anspruch, Operntradition, gesellschaftliches Ereignis und Fernsehübertragung in eine stimmige Gesamtform zu bringen.

Susanne Athanasiadis, Maryam Yeganehfar, Bogdan Roščić, Birgit Reitbauer | © Katharina Schiffl
Broadway-Töne in der Eröffnung
Die künstlerische Eröffnung wird vom Orchester der Wiener Staatsoper unter der musikalischen Leitung von Pablo Heras-Casado gestaltet. Als Gesangssolisten treten die international gefragte Sopranistin Pretty Yende und der französische Tenor Benjamin Bernheim auf.
Erstmals spielen Musical-Elemente eine tragende Rolle: Neben klassischem Repertoire stehen auch Lieder aus Leonard Bernsteins West Side Story auf dem Programm, darunter „Tonight“ und „Maria“. Ergänzt wird das musikalische Spektrum durch „Art is Calling for Me“ aus Victor Herberts The Enchantress sowie das Trinklied aus Giuseppe Verdis La traviata. Den Abschluss der Eröffnung bildet traditionell Johann Strauss’ „An der schönen blauen Donau“.
Der stärkere Broadway-Bezug der Eröffnung geht auf die neue künstlerische Ausrichtung des Wiener Staatsballetts zurück. Ballettdirektorin Alessandra Ferri hatte mit dem Carousel Waltz von Richard Rodgers und Oscar Hammerstein II ein Musical-Stück ins Ballettprogramm aufgenommen. Staatsoperndirektor Bogdan Roščić griff diesen Ansatz auf und erweiterte ihn auf die Gesangseinlagen der Eröffnung.
Staatsballett und Ausstattung
Einen zentralen Platz in der Eröffnung nimmt das Wiener Staatsballett ein. Die Choreografie stammt von der US-amerikanischen Choreografin Jessica Lang, die für den Opernball eine eigene Neukreation erarbeitet hat und damit erstmals bei der Eröffnung vertreten ist.
Die Kostüme basieren auf Entwürfen des italienischen Designers Giorgio Armani, der das Projekt noch zu Lebzeiten konzipiert hat. Die Umsetzung erfolgt in enger Anlehnung an diese Entwürfe und prägt das visuelle Erscheinungsbild des Ballettauftritts.
Zu den langjährigen Partnern des Wiener Opernballs zählt Swarovski, das auch 2026 die Insignien des Eröffnungskomitees gestaltet. Das Krönchen der Debütantinnen sowie die dazugehörigen Manschettenknöpfe wurden im Rahmen der Pressekonferenz präsentiert und gehören zu den wiederkehrenden visuellen Elementen der Eröffnung.

Debütantin mit Swarovski-Krönchen | © Katharina Schiffl
Opernball-Sujet von Arnulf Rainer
Das offizielle Opernball-Sujet 2026 stammt von Arnulf Rainer. Das Werk „Schwarzer Samt, rote Seide“ aus dem Jahr 2001 dient als visuelles Leitmotiv des Balls. Es wurde dem Opernball noch zu Lebzeiten des Künstlers zur Verfügung gestellt.
Das Gemälde bildet nicht nur die Grundlage für das Plakat, sondern ist auch Teil einer Benefizinitiative. Das Original wird am 19. Februar 2026 im Rahmen einer Online-Auktion des Dorotheums versteigert. Der Reinerlös kommt der Initiative „Österreich hilft Österreich“ zugute.

Christian Rainer, Susanne Athanasiadis | © Katharina Schiffl
Organisation und Partner
Die Organisation des Wiener Opernballs liegt bei der Wiener Staatsoper. Federführend eingebunden ist Susanne Athanasiadis, Leiterin der Marketing- und Kommunikationsabteilung des Hauses, die den Opernball seit Jahren organisatorisch begleitet.
Teil des Organisationsteams sind außerdem Birgit Reitbauer und Maryam Yeganehfar, die in die Umsetzung des Balls eingebunden sind. Die organisatorische und kommunikative Arbeit wird innerhalb der Staatsoper zudem vom Presseteam unterstützt, dem auch Liane Seitz angehört.

Teresa Vogl, Lilian Klebow, Liane Seitz, Christian Rainer | © Katharina Schiffl
Der ORF als mediale Bühne
Die Übertragung des Opernballs beginnt im ORF um 20.15 Uhr mit der Ankunft der Gäste. Gesendet wird live auf ORF 2, parallel auf 3sat und ORF ON. Durch den Abend führen Mirjam Weichselbraun, Teresa Vogl und Andi Knoll. Sie führen Interviews mit Gästen aus Kultur, Wirtschaft und Society sowie mit politischen Vertreterinnen und Vertretern, die traditionell zum Ball geladen sind. Für die Kommentierung zeichnen erneut Karl Hohenlohe und Christoph Wagner-Trenkwitz verantwortlich.
Neue Regisseurin
Eine Neuerung betrifft die Bildregie: Fabienne Pinter übernimmt 2026 erstmals die Gesamtregie der Opernball-Übertragung. Der ORF setzt damit auf eine neue Verantwortung in der Umsetzung des mehrstündigen Live-Events.
Im Vorjahr verfolgten bis zu 1,445 Millionen Zuschauerinnen und Zuschauer die Übertragung. Auch heuer begleitet der ORF den Opernball umfassend über Fernsehen, Radio, Online und Social Media. Neben dem Live-Abend sind am Folgetag Rückblicke in den Sendungen Alles Opernball mit Lilian Klebow sowie Alles Walzer – nach dem Ball ist vor dem Ball geplant. Radio Wien sendet am Ballabend eine Sondersendung, ergänzt durch Berichte auf ORF.at und in den ORF-Wien-Formaten.
(PA/red)










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