Karin Teigl spricht im Ö3-Talk über Ehe und Kinderwunsch

Zum Internationalen Weltfrauentag am 8. März war Unternehmerin und Influencerin Karin Teigl zu Gast bei Claudia Stöckl in der Ö3-Sendung „Frühstück bei mir“. Die Salzburgerin spricht darin ungewöhnlich offen über ihre Ehe, den unerfüllten Kinderwunsch und eine Phase der Trennung von ihrem Mann Georg Teigl. Gleichzeitig erzählt sie von ihrem Weg zur Unternehmerin und von den Erwartungen, mit denen Frauen im Berufsleben noch immer konfrontiert sind.

Teigl , wurde durch ihren Blog und Instagram-Account „constantly_k“ bekannt. In der Ö3-Sendung „Frühstück bei mir“ sprach sie offen über Karriere, Partnerschaft und persönliche Lebensentscheidungen.

Karin Teigl wurde durch ihren Blog und ihren Instagram-Account „constantly_k“ bekannt. In der Ö3-Sendung „Frühstück bei mir“ sprach sie offen über Karriere, Partnerschaft und persönliche Lebensentscheidungen.| © Mariia Filomemko

Ihre Botschaft formuliert sie dabei klar: „Wir sollten uns täglich hunderte Male sagen, dass wir genug sind. Wir dürfen laut sein, wir dürfen bunt sein und eine Meinung haben.“

Eine Beziehung unter Druck

Besonders eindringlich beschreibt sie die Situation rund um ihren Kinderwunsch. Schon mit Anfang dreißig hörte sie auf zu verhüten, doch eine Schwangerschaft blieb aus. Später folgten Hormonbehandlungen, verbunden mit der Hoffnung, dass sich doch noch eine Familie ergeben könnte. Monat für Monat stellte sich jedoch wieder Enttäuschung ein. Schließlich stellte ihr Arzt eine weitere medizinische Option in Aussicht: eine künstliche Befruchtung mit einer deutlich höheren Hormondosis. Für Teigl war das der Moment, an dem sie eine Grenze zog. Sie habe gespürt, dass sie diesen Weg körperlich und emotional nicht weitergehen wolle.

Diese Entscheidung belastete auch ihre Beziehung. In der Sendung beschreibt sie einen Gedanken, der schließlich zur Trennung führte: Ihr Mann habe eine Familie verdient, die sie ihm möglicherweise nicht geben könne. Für eine Zeit gingen beide getrennte Wege, bevor sie später wieder zueinander fanden – eine Entwicklung, die Karin Teigl selbst als überraschend beschreibt. Auch ihr Ehemann Georg Teigl kam in der Sendung kurz zu Wort und beschrieb die Zeit der Trennung als besonders schmerzhaft.

Vom Modeblog zum Unternehmen

Neben ihrem Privatleben spricht Karin Teigl im Ö3-Interview auch über ihre Karriere. Bevor sie in der Social-Media-Welt bekannt wurde, arbeitete sie in verschiedenen Jobs – als Kellnerin, im Catering, an einer Hotelrezeption in London und zeitweise auch als Stadionsprecherin. Vor rund zehn Jahren stellte sie schließlich ihren ersten Modeblog online und veröffentlichte ihr erstes Fashion-Posting auf Instagram unter dem Namen „constantly_k“. Aus dem persönlichen Projekt entwickelte sich Schritt für Schritt ein Unternehmen. Heute beschäftigt ihre Agentur rund zehn Mitarbeiterinnen, und Teigl tritt zusätzlich als Speakerin auf Veranstaltungen auf.

Wer das Gespräch vollständig nachhören möchte, kann das Podcast-Interview auf der Ö3-Sendungsseite von „Frühstück bei mir“ mit Karin Teigl abrufen.

Karin Teigl schreibt ihre Träume auf

In einem TEDx-Vortrag in Salzburg hat Teigl zuvor auch über ihre persönliche Motivation gesprochen. Sie führt seit Jahren ein sogenanntes „Träumebuch“, in dem sie Ideen und Ziele festhält. Dort schrieb sie einmal einen scheinbar ungewöhnlichen Wunsch auf: selbst einmal Gast bei Claudia Stöckl in der Sendung „Frühstück bei mir“ zu sein. Jahre später klingelte tatsächlich das Telefon aus dem Ö3-Studio.

Die Geschichte zeigt, wie stark sich persönliche Lebensentwürfe und berufliche Selbstverwirklichung bei Influencer-Karrieren miteinander verbinden. Was als Modeblog begann, wurde mit der Zeit zu einer Plattform für persönliche Themen. Erfolg, Selbstständigkeit und private Entscheidungen stehen dabei nebeneinander. Und so zeigt sich, dass hinter den oft glamourösen Bildern sozialer Medien ebenso gewöhnliche Lebensfragen stehen wie in vielen anderen Biografien auch.

(red)