Rapid Wien setzt im Stadion-Ticketing auf Eventim Tixx
Der SK Rapid Wien stellt seinen Ticketvertrieb ab der Saison 2026/27 neu auf und arbeitet künftig mit CTS Eventim zusammen. Die Kooperation ist langfristig angelegt und umfasst vor allem die technische Abwicklung sowie den Vertrieb der Tickets für Rapid-Heimspiele über bestehende Plattformen.
Im Zentrum steht ein neuer Online-Ticketshop auf Basis des Systems Eventim.Tixx. Ergänzend bleibt die Anbindung an oeticket.com bestehen, wodurch zusätzliche Reichweite beim Ticketverkauf für Stadionbesuche generiert werden kann.
Dienstleistung statt Sponsoring
Anders als klassische Sponsoring-Partnerschaften ist die Zusammenarbeit klar funktional ausgerichtet. Eventim übernimmt wesentliche Teile der Ticketing-Infrastruktur und stellt damit eine zentrale operative Schnittstelle für den Klub bereit.
Solche Modelle basieren in der Regel auf einer Kombination aus Systembereitstellung und transaktionsabhängigen Erlösen. Für den Klub bedeutet das geringeren Eigenaufwand im Betrieb sowie Zugang zu erprobten Lösungen, während der Anbieter über Ticketgebühren und Services mitverdient.
Die sichtbare Markenpräsenz tritt dabei meist in den Hintergrund. Entscheidend ist die Integration in bestehende Prozesse und die Stabilität des Systems im laufenden Betrieb.
Teil eines Partnernetzwerks
Die Ticketing-Kooperation ergänzt bestehende Partnerschaften des Klubs, die stärker auf Markenpräsenz und Positionierung abzielen. So wurde etwa die Zusammenarbeit mit Allianz Österreich zuletzt verlängert und auf zusätzliche Bereiche wie Frauenfußball und Nachwuchs ausgeweitet. Während solche Kooperationen auf Sichtbarkeit und Image einzahlen, liegt der Fokus im Ticketing klar auf Effizienz und Funktionalität.
Standardisierung im Profisport
Die Auslagerung von Ticketing-Systemen an spezialisierte Anbieter ist im Profisport längst etabliert. Clubs greifen dabei auf etablierte Plattformen zurück, um Skalierbarkeit, Ausfallsicherheit und Weiterentwicklung sicherzustellen.
Für Rapid bedeutet die Partnerschaft vor allem eine Optimierung im Hintergrund. Für Fans kann sich der Effekt vor allem beim Kauf von Tickets für Heimspiele (und andere) sowie beim Zugang zum Stadion zeigen – etwa durch vereinfachte Abläufe oder zusätzliche digitale Services wie Bonusprogramme.
(PA/red)


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