Sanfte Wellen beim Sommerfest des Motor-Yacht-Clubs
Rund 140 Gäste kamen am Donnerstagabend zum traditionellen Sommerfest des Motor-Yacht-Clubs Kärnten in das Restaurant Seespitz des Falkensteiner Schlosshotels Velden. Im Jahr seines 60-jährigen Bestehens verband der MYCK den gesellschaftlichen Abend mit Musik, Wassersport und aktuellen Fragen zur Zukunft des Wörthersees. Gastgeber waren Präsident Wolfgang Schmalzl und der Vorstand des Clubs.

Sommerlicher Panoramablick über die Terrasse am Strandcorso auf das Falkensteiner Schlosshotel Velden. | © km
Sommerliches Wetter, der freie Blick über den See und Saxofonklänge von Jengis prägten den Empfang. Bei Aperitif und Fingerfood kamen die Gäste ins Gespräch, ehe sie an den festlich gedeckten Tischen zum Gala-Dinner Platz nahmen. Die Teilnahme kostete 120 Euro pro Person. Darin enthalten waren das Dinner, die Weinbegleitung, alkoholfreie Getränke und eine Kaviarverkostung.
Zu den Gästen zählten unter anderem Otto und Shirley Retzer, MYCK-Vizepräsident OMR Dr. Hansjörg Aichholzer, Bettina Weniger-Assinger, Brigitte Glock, Georg Jeitler und Stefan Glock. Ebenfalls dabei waren Ernst und Manuela Fischer, MYCK-Vizepräsident KommR Franz Iglauer mit seiner Frau Daniela, der als „Mr. Ferrari“ bekannte Sportwagenhändler Heribert Kasper, ÖAMTC-Vizepräsident und Unfallchirurg Univ.-Prof. Dr. Harald Hertz, Augenarzt Prim. Univ.-Prof. Dr. Michael Radda sowie Kuhn-Gründer Günter Kuhn.
Otto Retzer zurück am Mikrofon
Nach seiner kurzfristigen Absage im Vorjahr führte Ehrenpräsident Otto Retzer heuer wieder selbst durch das Sommerfest. Damals war Paul Schmalzl spontan eingesprungen und hatte ohne große Vorbereitung die Moderation übernommen.
An diesen Rollenwechsel erinnerte Retzer zu Beginn mit einem Augenzwinkern. Sollte noch einmal etwas dazwischenkommen, wüsste er seinen Ersatz bereits in Reichweite: „Ich bin dieses Jahr wieder da. Aber der Pauli sitzt gleich einmal in der Nähe“, sagte er mit einem Augenzwinkern und einer Prise schwarzem Humor.
Für den 1966 gegründeten Motor-Yacht-Club Kärnten fällt das Sommerfest in ein besonderes Jahr: Der Club feiert sein 60-jähriges Bestehen. Neben Society und Unterhaltung rückten in Gesprächen und Moderationen auch jene Fragen in den Mittelpunkt, die seine Zukunft prägen – von elektrischen Antrieben bis zum verantwortungsvollen Umgang mit dem Wörthersee und der Uferlandschaft.
Positive Aussichten auf die Zukunft
Wolfgang Schmalzl sieht die Zukunft des Motorbootsports technologieoffen. Im MYCK sind Elektroboote seit vielen Jahren ebenso willkommen wie Boote mit Verbrennungsmotor. Der MYCK habe sich bereits vor zehn bis 15 Jahren auch elektrischen Antrieben geöffnet. Gerade der Wörthersee sei aufgrund seiner überschaubaren Distanzen ein ideales Revier für Elektroboote.

Motor-Yacht-Club Kärnten Präsident Wolfgang Schmalzl begrüßte die Gäste beim Sommerfest im Seespitz. | © Josef Bodner
Eine typische Ausfahrt führe schließlich zu einem Restaurant, zum Mittagessen oder auf einen Kaffee. Die Dynamik des Motorbootsports lasse sich heute auch mit einem Elektroantrieb erleben. Entscheidend ist für Schmalzl jedoch nicht allein die Antriebsform. Die langfristige Attraktivität des Wörthersees hängt für ihn wesentlich von einem gesunden Gewässer und einem verantwortungsvollen Umgang mit dem See ab.
Otto Retzer ergänzte dieses Bild aus touristischer Perspektive. Sonne, Boote und die Gastronomie seien wesentliche Bestandteile der besonderen Qualität des Sees. Rund 18 Restaurants könnten mit dem Boot angesteuert werden, erzählte Retzer. Für Gäste und Einheimische entsteht damit eine Verbindung aus Landschaft, Wassersport und Kulinarik, die den Wörthersee von anderen Destinationen unterscheidet. „Es gibt nichts Schlechtes zu berichten über den Wörthersee“, stellte er in seiner Moderation fest.

Sommerlicher Blick von der Schiffsanlegestelle Velden über den Wörthersee. | © km
Beide Ansichten führen zum selben Ergebnis: Der Wörthersee soll als Freizeit- und Tourismusraum weiterentwickelt werden, ohne dabei seine natürliche Qualität aus den Augen zu verlieren.
Wassersport auf dem Wörthersee
Noch vor Sonnenuntergang wanderte der Blick von der Bühne hinaus auf den Wörthersee. Motorboote nahmen vor dem Seespitz Fahrt auf, fünf Wasserskiläufer glitten über das Wasser. Die Show erinnerte daran, wie eng der MYCK seit Jahrzehnten mit dem Wassersport verbunden ist. Otto Retzer vermisste dabei die frühere Sprungschanze und äußerte die Hoffnung, dass sie mit politischer Unterstützung eines Tages wieder errichtet werden könnte.
Die Vorführung berührte zugleich eine aktuelle Diskussion am See. Moderne Sportboote erzeugen beim Wakeboarding und ähnlichen Disziplinen kräftige Wellen. Schmalzl sieht dafür in der Seemitte ausreichend Raum vorhanden. In Ufernähe können solche Wellen hingegen Stege, Uferanlagen und sensible Bereiche beeinträchtigen. Statt pauschaler Verbote setzt er deshalb auf klare Regeln und rücksichtsvolles Verhalten.

Fünf Wasserskiläufer zeigten bei der Wasserski-Show vor dem Seespitz ihr Können. | © Josef Bodner
Orientierung bietet die 200-Meter-Uferschutzzone, die inzwischen auch auf einer digitalen Navigationskarte sichtbar ist. Bootsführer können damit leichter erkennen, ob sie genügend Abstand zum Ufer halten. Bei Verstößen vertritt der MYCK eine klare Linie: Wer die Zone missachtet, muss mit Konsequenzen rechnen.
Retzer brachte die Vorschrift mit einem Schwank auf seine Art auf den Punkt: Eine Bootslenkerin, die auf einer Insel gelandet sei, werde gleich dreifach belangt, erzählte er: wegen der missachteten Uferzone, „der Ermordung einiger Fische“ und dreier „verunstalteter“ Bäume. Die betreffende Dame sei an diesem Abend übrigens nicht anwesend. Sein humoristischer wie einprägsamer Appell an die Gäste: „Also bitte, haltet die 200 Meter ein.“

Otto und Shirley Retzer genossen den Abend im Seespitz. | © Josef Bodner
Kulinarik und Partner des Sommerfests
Nach der Wasserskishow ging das Sommerfest mit Musik, Kabarett und dem Gala-Dinner weiter. Thomas Strobl machte aus dem Wienerlied „Schön ist so ein Ringelspiel“ kurzerhand „Schön ist so a Motoryacht“. Auch die „Rose vom Wörthersee“ durfte in seinem Programm nicht fehlen.
Schlosshotel-Küchenchef Daniel Gadanecz servierte ein eigens für den Abend zusammengestelltes Menü. Auf Rinderfilet „Crudo“ und Kärntner Lammnudel folgten wahlweise gefüllte Calamari oder geschmortes Kalbsbackerl. Pfirsich Melba bildete den süßen Abschluss. Classic Caspian Caviar präsentierte dazu ausgewählte Kaviarspezialitäten.
Die Weinbegleitung kam vom TrippelGUT nahe Feldkirchen. Karin und Nikolaus Trippel brachten Burgunderweine und Muskateller aus ihrem Kärntner Familienbetrieb mit.
Erstmals kooperierte der Motor-Yacht-Club Kärnten bei seinem Sommerfest mit Bentley Wien. Geschäftsführerin Antonia Stubenberg stellte die Zusammenarbeit vor und lud zu Probefahrten mit drei vor dem Schlosshotel und dem Seespitz präsentierten Modellen ein.

Luxussportwagen vor dem Falkensteiner Schlosshotel Velden . | © km
Die Künstler Strobl, Jengis und DJ Egon Rutter begleiteten das Fest musikalisch bis in den späten Abend. Der harte Kern ließ die Sommernacht anschließend traditionsgemäß in der Bar des Schlosshotels ausklingen.
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