Lech reflektiert Bergwelt mit Riesenspiegel am Arlberg
Lech am Arlberg erweitert sein touristisches Sommerangebot um eine ungewöhnliche Attraktion. Der „Lech Mountain Mirror“ befindet sich auf dem Dach der Bergstation der Zugerbergbahn, unmittelbar neben der Balmalp. Ein flaches Wasserbecken spiegelt Himmel, Wolken und die umliegenden Gipfel. Knapp aus dem Wasser ragende Trittsteine führen zu einem Aussichtspunkt inmitten der künstlich geschaffenen Bergseelandschaft.

Der Lech Mountain Mirror nutzt die Dachfläche der Zugerbergbahn unmittelbar neben der Balmalp. | © Tim Failenschmid
Snøhetta gestaltet Dach der Zugerbergbahn
Entworfen wurde die begehbare Installation vom international tätigen norwegischen Architekturbüro Snøhetta. Rund um die Wasserfläche entstanden begrünte Bereiche, Sitzmöglichkeiten sowie Liegeflächen aus Lärchenholz und Naturstein. Eine bisher touristisch kaum nutzbare Dachfläche wird damit zum Aussichtspunkt und zur großformatigen Fotokulisse.
Je nach Wetter, Sonnenstand und Bewegung des Wassers verändert sich das Spiegelbild. Bei ruhiger Oberfläche scheint sich das Panorama unter den Füßen fortzusetzen. Das stärkste Motiv entsteht, wenn Gäste über die Trittsteine gehen und selbst Teil der Spiegelung werden. Genau solche Bilder dürften dem Lech Mountain Mirror rasch Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken verschaffen.
Lech investiert in den Bergsommer
Für die Lech Bergbahnen ist das Projekt Teil einer langfristigen Ganzjahresstrategie. Die 2021 erneuerte Zugerbergbahn fährt seit 2024 auch im Sommer. Sie bringt Gäste aus dem Ortsteil Zug zur Balmalp auf rund 2.100 Meter Höhe und erschließt Wanderwege, Mountainbike-Strecken sowie den Grünen Ring.
Insgesamt sind im Sommer sechs Seilbahnen und Lifte in Lech Zürs und Warth geöffnet. Wandern bleibt das wichtigste Angebot. Ergänzt wird es durch 13 Trailrunning-Touren mit zusammen 206 Kilometern, Golf im Zugertal, familiengerechte Themenwege und ein umfangreiches Kulturprogramm. Auch die Gastronomie spielt bei der Positionierung als alpine Ganzjahresdestination eine wichtige Rolle.

Wasser, Himmel und Berge verschmelzen im Lech Mountain Mirror zu einer großflächigen Spiegelung. | © Tim Failenschmid
Kunst trifft Bergbahn und Gastronomie
Mit Kunst in alpiner Umgebung hat Lech bereits Erfahrung. Der „Skyspace-Lech“ von James Turrell und mehrere Installationen entlang des Grünen Rings verbinden Landschaft mit kulturellen Angeboten. In diese Reihe soll sich nun auch der Lech Mountain Mirror einfügen.
Nach Bergbahnfahrt, Spaziergang über das Wasser und Erinnerungsfoto liegt die Sonnenterrasse nur wenige Meter entfernt. Der Riesenspiegel verbindet Bergerlebnis, Gastronomie und digitale Reichweite an einem einzigen Aussichtspunkt.
„Wir sehen im Bergsommer große Entwicklungschancen, die wir gezielt nutzen möchten. Mit Investitionen wie dem Lech Mountain Mirror bauen wir das Sommerangebot kontinuierlich aus und stärken Lech als attraktive Ganzjahresdestination“, erklärt Christian Röhrig, Vorstand der Lech Bergbahnen AG.
(PA/red)


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