Friedliche Bilanz nach erstem Ferien-Donauinselfest

Das 43. Donauinselfest ist am Sonntagabend nach drei Tagen zu Ende gegangen. Die Ausgabe 2026 unterschied sich durch ihren ungewöhnlich späten Termin von den vergangenen Jahren. Der Auftakt fiel mit dem Beginn der Sommerferien in Wien und Niederösterreich zusammen, entsprechend setzten die Veranstalter verstärkt auf Kinder und Jugendliche. Mit einem Schwerpunkt auf Inklusion und einem musikalischen Programm für mehrere Generationen präsentierte sich das größte Gratis-Festival Europas vielseitig, friedlich und vergleichsweise „brav“.

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Blick über das Festivalgelände und die Festbühne beim Donauinselfest 2026 am Samstag.

Das Festivalgelände vor der Wien Energie / Radio Wien Festbühne am Samstag. | © DIF26 / Alexander Müller

Gröbere Zwischenfälle blieben diesmal aus. Wie viele Menschen von 3. bis 5. Juli auf die Donauinsel kamen, lässt sich nur grob abschätzen. Die Organisatoren sprechen von „Hunderttausenden Besucherinnen und Besuchern täglich“. Damit dürfte die Ausgabe 2026 weit von früheren Rekordzahlen entfernt geblieben sein, als von bis zu drei Millionen Besuchen an einem Wochenende die Rede war.

Rund 200 Acts an drei Festivaltagen

Das musikalische Programm des Donauinselfests verteilte sich auch 2026 auf zahlreiche Bühnen und unterschiedliche Genres. Nach Angaben der Veranstalter umfasste das Angebot rund 200 Acts und insgesamt etwa 700 Stunden Programm auf dem 4,5 Kilometer langen Festivalgelände.

My Ugly Clementine bei ihrem Auftritt auf der Wien Energie / Radio FM4 Festbühne beim Donauinselfest 2026.

My Ugly Clementine auf der Wien Energie / Radio FM4 Festbühne am ersten Tag des Donauinselfests. | © DIF26 / Matthias Lechner

Am Freitag standen unter anderem Zartmann, Giant Rooks und My Ugly Clementine auf der Wien Energie / Radio FM4 Festbühne. Rockfans kamen bei Avatar und den Bloodsucking Zombies from Outer Space auf ihre Kosten, während Dan Lee und Ely Oaks elektronische Musik auf die Insel brachten. Auf der Schlager- und Austropop-Bühne traten Mark Pircher, Andy Borg und Sassy auf.

Gert Steinbäcker bei seinem Auftritt auf der Festbühne des Donauinselfests 2026.

Gert Steinbäcker & Band brachten am Samstag Austropop-Klassiker auf die Festbühne. | © DIF26 / Alexander Müller

Der Samstag brachte Gert Steinbäcker & Band, Katrina und die Earth Wind & Fire Experience by Al McKay auf die Festbühne. Deutlich härter ging es bei Nanowar of Steel und Airbourne zu. Die australische Rockband sorgte am späten Abend für einen der lautesten Auftritte des Wochenendes. Elektronische Musik gab es unter anderem von Levex und David Puentez, Schlager- und Austropop-Fans bekamen Marco Ventre & Band und Matakustix zu sehen.

NESS bei ihrem Auftritt auf der Wien Energie / Ö3 Festbühne beim Donauinselfest 2026.

NESS sorgte am Sonntag auf der Wien Energie / Ö3 Festbühne für Festivalstimmung. | © DIF26 / Matthias Lechner

Am Sonntag gehörte die Festbühne zunächst den österreichischen Künstlerinnen emma, PÄM und NESS. Letztere trat mit HE/RO als Special Guests auf. Nach Kamrad übernahm Nico Santos als letzter Headliner des Wochenendes. Auf der Rockbühne standen Mr. Hurley & die Pulveraffen und Feuerschwanz, während REWI und Alle Farben für elektronische Musik sorgten. Die jungen Zillertaler sowie Jazz Gitti & Disco Killers bestritten den letzten Festivaltag auf der Schlager- und Austropop-Bühne. Im ORF III Kulturzelt sorgten „Die Tagespresse LIVE“ sowie der Hangweyrer und Palfrader Podcast für den humoristischen Abschluss.

Inklusion als Schwerpunkt

Einen besonderen Schwerpunkt setzte das Donauinselfest heuer bei Inklusion und Teilhabe. Bereits am Freitag fand mit „Thorsteinn Einarsson für Alle“ ein eigenes Inklusionskonzert für Kinder und Jugendliche mit sonderpädagogischem Förderbedarf und ihre Begleitpersonen statt. Bürgermeister Michael Ludwig besuchte das Konzert und ehrte anschließend Wiener Athleten, die im Juni an den Nationalen Special Olympics Sommerspielen in Wien teilgenommen hatten.

Bürgermeister Michael Ludwig ehrt Wiener Teilnehmer der Nationalen Special Olympics Sommerspiele beim Donauinselfest 2026.

Bürgermeister Michael Ludwig ehrt Wiener Teilnehmer der Nationalen Special Olympics Sommerspiele für ihre Leistungen. | © DIF26 / Alexander Müller

Auch abseits der Bühnen wurde das Angebot ausgebaut. Die Special Olympics waren mit eigenen Sportstationen auf der Festwiese vertreten, Teile des Programms im ORF-III-Kulturzelt wurden in Österreichische Gebärdensprache übersetzt. Dazu kamen barrierearme Angebote sowie zusätzliche Awareness-Maßnahmen auf dem Festivalgelände.

Bürgermeister Michael Ludwig mit SPÖ-Funktionären, Politikern und Organisatoren vor dem FSG-Bereich beim Donauinselfest 2026.

Bürgermeister Michael Ludwig mit Vertretern aus Politik, Gewerkschaft und Organisation am Freitag. | © DIF26 / Markus Sibrawa

Ludwig bezeichnete das Donauinselfest zum Abschluss als „Symbol für Zusammenhalt und Vielfalt in dieser Stadt“. Veranstalter Jörg Neumayer kündigte an, den eingeschlagenen Weg fortzusetzen. Neben Inklusion und Awareness sollen künftig auch Bewegung und Gesundheit stärker in den Mittelpunkt rücken.

2027 wieder am letzten Juniwochenende

Trotz des späten Termins in diesem Jahr kehrt das Donauinselfest 2027 wieder an seinen traditionellen Platz im Kalender zurück. Die 44. Ausgabe findet von 25. bis 27. Juni 2027 statt.

(PA/red)