ESC-Fieber in Wien: Die Stadt wird zur Eurovision-Kulisse

Wenige Tage vor dem Eurovision Song Contest verwandelt Wien sein Stadtbild. Zwischen beleuchteten Brücken, ESC-Radwegen, Musikspots und großflächiger Urban Art zeigt sich der Song Contest im gesamten öffentlichen Raum. Besonders entlang des Donaukanals setzt die Stadt auf auffällige Licht- und Designinszenierungen. Mehrere Brücken erstrahlen nachts in den offiziellen ESC-Farben Lila, Blau und Rot, dazu kommen Banner und Installationen entlang zentraler Wege. Gerade in den Abendstunden entsteht dadurch eine magische Stimmung.

Beleuchtete Donaukanal-Brücken in Wien in den Farben des Eurovision Song Contest bei Abendstimmung

Passend zu den Farben des Song Contests 2026 strahlen die Donaukanal-Brücken nachts in den ESC-Farben lila, blau und rot | © MA33/Christian Fürthner

Etwas ruhiger, aber nicht weniger symbolisch zeigt sich der ESC auf der Roßauer Brücke. Dort wurde eigens eine Installation für sogenannte „Love Locks“ geschaffen – als Fotospot und Zeichen internationaler Verbundenheit während des Song Contests.

Musik, Öffis und ein ESC-Radweg vor der Stadthalle

Rund um die Wiener Stadthalle verdichtet sich die Eurovision-Atmosphäre auch akustisch. Der Urban-Loritz-Platz wird während der ESC-Woche zum Pop-up-Spot der bekannten U-Bahn-Stars der Wiener Linien. Live-Musik und spontane Performances sollen Besucherinnen und Besucher bereits vor den Shows in Song-Contest-Stimmung bringen. Parallel wird auch die „WL x Song Contest“-Bim am Karlsplatz zur mobilen Bühne.

Eurovision-Branding sieht man auch anderswo im Stadtbild. Die Radwege rund um die Stadthalle wurden in kräftigen ESC-Farben gestaltet und verbinden den 7. mit dem 15. Bezirk. Ergänzt wird das Konzept durch gebrandete Radbügel und verstärkte WienMobil-Angebote rund um Fan-Zonen und Veranstaltungsorte.

In ESC-Farben gestalteter Radweg am Urban-Loritz-Platz vor der Wiener Stadthalle

Vor der Stadthalle wurde der Radweg am Urban-Loritz-Platz in den offiziellen ESC-Farben gestaltet. | © Stadt Wien/Christian Fürthner

Neben den offiziellen ESC-Flächen setzt Wien heuer auch auf zusätzliche Treffpunkte für Fans aus ganz Europa. Rund um Karlsplatz, Rathausplatz und Donauinsel entstehen Public-Viewing- und Community-Spots, dazu kommen ESC-Partys und Side-Events – etwa im Palais Auersperg. Auch spezielle ESC-Cruises auf der Donau sollen den Blick auf die beleuchtete Stadt und ihre Eurovision-Installationen zum Erlebnis machen.

Die „Euro Week Cruises“ der DDSG Blue Danube bringen von 9. bis 17. Mai 2026 internationale DJ-Sounds und ESC-Klassiker auf das Wasser. Startpunkt aller Fahrten ist die Schiffsstation bei der Reichsbrücke. Die Eventreihe kombiniert Sightseeing entlang der Wiener Skyline mit Musik- und Partyformaten und richtet sich sowohl an internationale Gäste als auch an Wienerinnen und Wiener, die das ESC-Rahmenprogramm aus einer neuen Perspektive erleben möchten.

Der APA-Tower wird zum urbanen ESC-Statement

Einer der auffälligsten Schauplätze des heurigen Rahmenprogramms ist der ehemalige APA-Tower im 19. Bezirk. Dort entstand mit „In Equality“ das größte Wandgemälde Österreichs auf rund 1.100 Quadratmetern. Das farbenfrohe XXL-Mural ist Teil des Vienna-Off-Stage-Programms und soll während der ESC-Woche internationale Delegationen ebenso anziehen wie Street-Art-Fans.

Ehemaliger APA-Tower in Wien mit farbenfrohem XXL-Wandgemälde „In Equality“

Mit dem XXL-Mural „In Equality“ wurde der ehemalige APA-Tower zu einem der auffälligsten ESC-Spots der Stadt | © David Bohmann

Donauinsel und Copa Beach im Eurovision-Modus

Auch auf der Donauinsel wird die internationale ESC-Stimmung sichtbar. Der Copa-Steg über die Neue Donau wurde mit bunten Planen und Flaggen der Teilnehmerländer gestaltet und verbindet Copa Beach optisch mit dem Eurovision-Thema. Rund um Pier 22 und die Freizeitflächen erwartet Wien in den kommenden Tagen zahlreiche internationale Gäste. Zwischen Lichtinstallationen, Musikspots, Street-Art und Side-Events zeigt sich die Stadt extra bunt und bringt zusätzliche Farbe ins frühlingshafte Wien.

(PA/red)