Parallel Vienna wird zur Kunstmesse der Superlative

Die Parallel Vienna kehrt von 9. bis 13. September 2026 auf das Otto-Wagner-Areal zurück. Für die 14. Ausgabe bespielt die Kunstmesse vier historische Gebäude des Areals und bildet damit den Auftakt des Wiener Kunstwochenendes.

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Seit ihrer Gründung 2013 entwickelt das Event klassische Messestrukturen in architektonisch markanten Zwischennutzungen weiter. Anstelle gleichförmiger Kojen dienen die vorhandenen Räume als Ausstellungsflächen. Zeitgenössische Kunst, die Geschichte der Gebäude und das gesellschaftliche Geschehen auf dem Areal werden zu einem gemeinsamen Erlebnis verbunden.

Mehr als 130 Ausstellende nehmen 2026 teil. Vertreten sind Galerien aus neun Ländern, Projekte der freien Szene, öffentliche und private Institutionen sowie 30 ausgewählte junge Künstler:innen, die jeweils eine Solopräsentation erhalten.

Luftaufnahme des Otto-Wagner-Spitals an der Sanatoriumstraße im 14. Wiener Bezirk

Das historische Otto-Wagner-Spital an der Sanatoriumstraße in Wien-Penzing aus der Luft. | © Christian Fürthner

17 Galerien im Jugendstiltheater

Neu ist ein eigener Galerien-Cluster im Jugendstiltheater. In dem zentralen Gebäude werden 17 ausgewählte Galerien gebündelt. Sie zeigen im Format der „Gallery Statements“ jeweils eine einzelne künstlerische Position.

Das Jugendstiltheater wird damit zum konzentrierten Galerienbereich der Messe. Zugleich bildet es einen Gegenpol zu den Projekträumen, Institutionen, Einzelpräsentationen und ortsspezifischen Eingriffen in den weiteren Gebäuden des Areals.

Die PARALLEL Vienna behält demnach ihr hybrides Modell bei: Etablierte Marktteilnehmer treffen auf die freie Szene und junge Künstler:innen, kommerzielle Präsentationen auf kuratierte Projekte und experimentelle Arbeiten.

30 Artist Statements als Solopräsentationen

Einen wesentlichen Teil des Programms bilden die „Artist Statements“. Dafür wurden 30 junge Künstler:innen ausgewählt, die ihre Arbeiten in eigenen Räumen präsentieren.

Das Format soll aufstrebenden Positionen eine Sichtbarkeit ermöglichen, die über eine Beteiligung an einer Gruppenausstellung hinausgeht. Die Künstler:innen erhalten Raum, um aktuelle Arbeiten zusammenhängend und als eigenständige Position vorzustellen.

Neben den Artist und Gallery Statements gliedert sich die Messe in vier weitere kuratierte Bereiche.

„Project Statements“ bieten Kunstvereinen, Projekträumen und unabhängigen Initiativen die Möglichkeit, ihr Programm mit bis zu fünf Künstler:innen zu präsentieren. Bei den „Coop Statements“ arbeiten bis zu drei künstlerische Positionen an einer gemeinsamen Präsentation.

Die „Interventions“ entstehen in direkter Auseinandersetzung mit den historischen Räumen des Otto-Wagner-Areals. Unter „Institutions“ beteiligen sich öffentliche Sammlungen, Museen und Kunstuniversitäten an der Messe.

Publikum beim abendlichen Veranstaltungsprogramm der PARALLEL Vienna 2024

Kunstmesse, Veranstaltungsort und sozialer Treffpunkt. | © Parallel Art GmbH

Großküche wird zur „PARALLEL KITCHEN“

Das ehemalige Küchengebäude erhält 2026 eine zentrale Rolle. Sein gesamtes Obergeschoss wird einem neuen Bereich für Editionen und Fotografie gewidmet.

Im Erdgeschoss steht Eat Art im Mittelpunkt. Die die ehemalige Großküche wird zugleich Ausstellungsraum, funktionale Küche und sozialer Treffpunkt. Künstlerische Arbeiten, Kochen und gemeinsames Essen werden nicht voneinander getrennt, sondern als Teile eines zusammenhängenden Programms verstanden. Für das kulinarische Konzept zeichnet Mochi in der Praterstrasse verantwortlich.

Editionen, Fotografie und eine Auktion

Mit dem neuen Bereich im Obergeschoss der Großküche gibt es auch mehr fotografische Arbeiten zu sehen. Editionen ermöglichen den Einstieg in das Sammeln zeitgenössischer Kunst und schlagen zugleich eine Verbindung zwischen künstlerischer Produktion und Kunstmarkt.

Den Abschluss dieses Schwerpunkts bildet am Sonntag eine große Fotoauktion von OstLicht. Damit erweitert die Messe ihre Ausstellungsformate um eine öffentliche Auktion und bringt Künstler:innen, Galerien, Fotografieinteressierte und Sammler:innen an einem Ort zusammen.

Besucher:innen der PARALLEL Vienna vor einem beleuchteten Gebäude des Otto-Wagner-Areals

Abendstimmung auf dem Otto-Wagner-Areal. | © Parallel Art GmbH

Opening Party zum Auftakt

Eröffnet wird das messefestival am Mittwoch, 9. September. Zur Eröffnung gehört auch eine Opening Party, die den Übergang von der Kunstmesse zum abendlichen Veranstaltungsprogramm markiert.

Das Zusammenspiel aus Ausstellungen, Performances, Kulinarik und gesellschaftlichem Treffpunkt entspricht dem Selbstverständnis der Veranstaltung. Der künstlerische Leiter Stefan Bidner bezeichnet die Veranstaltung als „Hybridwesen aus Kunstmesse, Pop-up-Museum und Social Hub“.

„Als kuratierte Ausstellungslandschaft bringt sie nationale und internationale Galerien, junge und etablierte künstlerische Positionen, innovative Sondershows und außergewöhnliche Performances zusammen“, so Bidner. Seine Kurzformel für die Veranstaltung: „Die PARALLEL ist der Elefant im Wiener Kunstzirkus.“

Team rund um die Parallel Vienna

Die künstlerische Leitung liegt bei Mitbegründer Stefan Bidner. Daniel Haider, Alexander Knechtsberger und Robert Ramsauer verantworten als Geschäftsführer der Parallel Art GmbH die organisatorische Umsetzung.

Gemeinsam entwickelt das Team die Parallel als Verbindung von kuratierter Kunstmesse, Festival und gesellschaftlichem Treffpunkt weiter. Ausstellungen und Solopräsentationen werden 2026 durch Performances, Kulinarik, eine Opening Party und die Fotoauktion von OstLicht ergänzt.

Rund 280 Positionen kommen im Rahmen der Messe zur Versteigerung – von bedeutenden Klassikern der Fotogeschichte bis hin zu spannenden zeitgenössischen Positionen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf aktueller Fotografie und Werken, die neue Perspektiven eröffnen.

Unterstützt wird die Veranstaltung von öffentlichen und privaten Partnern. Dazu zählen das für Kunst und Kultur zuständige Bundesministerium, Stadt Wien Kultur, Kunstuniversitäten und internationale Kulturvertretungen.

Termin: 9. bis 13. September 2026
Ort: Otto-Wagner-Areal, Baumgartner Höhe 1, 1140 Wien
Umfang: vier historische Gebäude, mehr als 130 Ausstellende
International: Galerien aus neun Ländern
Galerien-Cluster: 17 Galerien im Jugendstiltheater
Artist Statements: 30 Solopräsentationen junger Künstler
Kitchen: Eat Art, funktionale Küche, Social Hub und Food-Konzept von Mochi
Fotografie: Editions- und Fotografie-Bereich sowie OstLicht-Auktion am Sonntag
Eröffnung: Mittwoch, 9. September, mit Opening Party

Infos: https://parallelvienna.com/

(red)