Bis zu 100 Euro: Comeback für Wiener Reparaturbon

Hinige Dinge landen heute schnell im Müll. Ein Loch im Lieblingsschuh, ein wackeliger Sessel oder eine rostige Fahrradkette – vieles wird ersetzt, obwohl eine Reparatur möglich wäre. Dabei ist Reparieren nicht nur günstiger als Neukaufen, sondern auch eine umweltfreundliche Entscheidung, die Ressourcen spart und Müll vermeidet. Genau hier setzt der Wiener Reparaturbon 2026 an. Ab 22. April 2026 startet das Förderprogramm erneut und unterstützt Wienerinnen und Wiener dabei, Alltagsgegenstände reparieren zu lassen statt sie zu entsorgen.

Stadt Wien Reparaturgutschein für die Instandsetzung noch funktionstauglicher Gegenstände

“Wien repariert’s – der Wiener Reparaturbon” ist ein Förderprogramm der Stadt Wien. | © MA 22

Bis zu 100 Euro Förderung pro Reparatur

Der Wiener Reparaturbon übernimmt 50 Prozent der Reparaturkosten, maximal 100 Euro pro Reparatur. Wird eine Reparatur geprüft, aber als unwirtschaftlich eingestuft, werden auch Kostenvoranschläge bis zu 55 Euro gefördert.

Der Bon kann online beantragt werden und wird direkt beim Bezahlen im Betrieb eingelöst. Die Förderung wird sofort vom Rechnungsbetrag abgezogen — ohne komplizierte Rückerstattung.

Eine wichtige Neuerung im Jahr 2026: Auch Fahrräder können wieder mit dem Wiener Reparaturbon repariert werden. Diese Reparaturen sind nicht mehr Teil des bundesweiten Förderprogramms und werden daher wieder von der Stadt Wien unterstützt.

Was mit dem Wiener Reparaturbon repariert werden kann

Gefördert wird eine breite Palette an Alltagsgegenständen. Dazu zählen unter anderem:

  • Fahrräder
  • Kleidung und Schuhe
  • Möbel
  • Taschen und Lederwaren
  • Musikinstrumente
  • Spielzeug
  • Sportgeräte
  • kleinere Alltagsgegenstände

Nicht gefördert werden Elektrogeräte, da diese über den österreichweiten Bundes-Reparaturbonus abgedeckt sind.

Seit dem Start des Programms im Herbst 2020 wurden bereits mehr als 55.800 Gegenstände repariert. Dadurch konnten über 3.200 Tonnen CO₂ eingespart werden — ein Wert, der etwa der jährlichen Speicherleistung von mehreren hundert Hektar Wald entspricht.

So funktioniert der Wiener Reparaturbon

Die Nutzung des Wiener Reparaturbons ist vergleichsweise einfach:

  1. Registrierung im Stadt-Wien-Portal
  2. Reparaturbon online herunterladen
  3. Reparatur bei einem teilnehmenden Betrieb beauftragen
  4. Bon beim Bezahlen einlösen

Wichtig: Die Reparatur muss innerhalb der auf dem Bon angegebenen Frist beauftragt werden.

Alle teilnehmenden Betriebe sind Teil des Reparaturnetzwerks Wien, das strenge Qualitätskriterien vorgibt. Dazu gehört etwa, dass ein wesentlicher Teil der Arbeitsplätze tatsächlich für Reparaturen vorgesehen ist.

Reparieren stärkt Umwelt und lokale Betriebe

Neben dem Umweltaspekt spielt auch die lokale Wirtschaft eine Rolle. Reparaturen werden von Fachbetrieben durchgeführt, die ihr Know-how vor Ort einbringen. Jeder reparierte Gegenstand bedeutet weniger Müll, geringeren Ressourcenverbrauch und zugleich Wertschöpfung in der Region.

Gerade bei Dingen mit persönlichem Wert — etwa Lieblingsschuhen oder vertrauten Alltagsgegenständen — kann eine Reparatur zudem mehr bedeuten als nur eine Kostenersparnis: Sie verlängert die Lebensdauer von Produkten und reduziert den Bedarf an neuen Rohstoffen.

Wiener Reparaturbon 2026: Häufige Fragen

Wann startet der Wiener Reparaturbon 2026?
Der Wiener Reparaturbon startet am 22. April 2026 und kann ab diesem Datum online heruntergeladen werden.

Wie hoch ist die Förderung beim Wiener Reparaturbon?
Gefördert werden 50 Prozent der Reparaturkosten, maximal 100 Euro pro Reparatur.

Was wird mit dem Wiener Reparaturbon gefördert?
Gefördert werden viele Alltagsgegenstände wie Kleidung, Möbel oder Fahrräder. Elektrogeräte sind ausgeschlossen, da sie über den Bundesbonus gefördert werden.

Wie beantragt man den Wiener Reparaturbon?
Der Bon kann online über das Stadt-Wien-Portal heruntergeladen und bei einem teilnehmenden Betrieb eingelöst werden.

Gilt der Wiener Reparaturbon auch für Fahrräder?
Ja. Fahrradreparaturen sind 2026 wieder förderfähig.

Reparieren lohnt sich — für Geldbörse und Umwelt

Der Wiener Reparaturbon macht Reparieren wieder zu einer realistischen Alternative zum Neukauf. Mit bis zu 100 Euro Förderung pro Reparatur, einer einfachen Online-Beantragung und einem breiten Angebot an teilnehmenden Betrieben wird aus einer guten Absicht eine praktikable Lösung für den Alltag.

Ob kaputte Schuhe, ein defektes Fahrrad oder ein beschädigtes Möbelstück: Viele Dinge lassen sich länger nutzen, als man zunächst denkt. Wer reparieren lässt, spart nicht nur Geld, sondern trägt auch dazu bei, Ressourcen zu schonen und Müll zu vermeiden.

Mit dem Neustart des Wiener Reparaturbons am 22. April 2026 wird Reparieren einmal mehr zu einer einfachen Entscheidung — und zu einem kleinen Schritt, der im Alltag große Wirkung haben kann.

Wiener Reparaturbon wieder erhältlich ab 22. April 2026

Gemeinderätin Angelika Pippal-Leixner, Stadtrat Jürgen Czernohorszky und Solemates-Gründer Michael Gräf stellen die Aktion vor. | © Stadt Wien/Markus Wache

Wien repariert’s: Förderprogramm für nachhaltige Reparaturen

Der Wiener Reparaturbon ist Teil des Förderprogramms „Wien repariert’s – Der Wiener Reparaturbon“, das gezielt Abfall vermeidet und die Lebensdauer von Alltagsgegenständen verlängert. Ziel ist es, Reparieren wieder als selbstverständlichen Bestandteil des Alltags zu stärken — und damit einen Beitrag zu Umweltschutz und nachhaltiger Entwicklung zu leisten.

Hier können Sie den Wiener Reparaturbon herunterladen

Wer den Wiener Reparaturbon nutzen möchte, kann ihn direkt online anfordern und herunterladen. Voraussetzung ist ein Stadt-Wien-Konto mit verifizierter E-Mail-Adresse und Mobiltelefonnummer. Nach dem Download kann der Bon sofort bei einem teilnehmenden Betrieb eingelöst werden.

(PA/red)