Franz Müllner beweist extreme Zugkraft am Wolfgangsee
Vor der Kulisse des Wolfgangsees lief ein ungewöhnlicher Weltrekordversuch für den guten Zweck vom Stapel: Extremkraftsportler Franz Müllner zog die beiden Passagierschiffe „MS Österreich“ und „MS Salzkammergut“ gleichzeitig über das Wasser – allein mit Körperkraft. Die Aktion zugunsten von Debra Austria und dem EB-Haus Austria sollte auf Menschen mit der seltenen Hauterkrankung Epidermolysis bullosa aufmerksam machen. Über eine Distanz von 25 Metern bewegte der Lungauer die knapp 200 Tonnen schweren Schiffe bei einem Zuggewicht von rund 250 Kilogramm.

Franz Müllner zog am Wolfgangsee zwei Passagierschiffe gleichzeitig über das Wasser und stellte damit einen neuen Weltrekord auf. | © Franz Neumayr
Der Wolfgangsee zählt seit Jahrzehnten zu den bekanntesten Tourismusregionen Österreichs. Orte wie St. Wolfgang, St. Gilgen oder Strobl prägen gemeinsam mit der historischen Schafbergbahn, der WolfgangseeSchifffahrt und der Sommerfrische-Architektur das Bild der Region. Besonders das berühmte Hotel „Im Weißen Rössl“ machte den See weit über Österreich hinaus international bekannt.
Kulisse zwischen See und Sommerfrische
In den vergangenen Jahren entwickelte sich die Region zusätzlich zu einer der auffälligsten Kulinarik-Destinationen im Salzkammergut. Zwei Restaurants rund um den Wolfgangsee wurden 2025 erstmals mit Michelin-Sternen ausgezeichnet, dazu kommen zahlreiche Haubenlokale und mehrfach prämierte Betriebe im Gault-Millau.

Der Wolfgangsee als Bühne für einen neuen Weltrekord. | © Salzburg AG Tourismus / Georg Kukuvec
Traditionshäuser wie Romantikhotel Im Weissen Rössl, Hotel Seevilla Wolfgangsee oder Landhaus zu Appesbach verbinden klassische Sommerfrische-Atmosphäre mit moderner Gastronomie und Wellness-Angeboten. In diese touristische Kulisse fügte sich auch der Weltrekordversuch von Franz Müllner ein, bei dem neben den spektakulären Bildern vor allem der Charity-Gedanke im Vordergrund stand. Mit der Aktion sollten Aufmerksamkeit und Unterstützung für Menschen mit Epidermolysis bullosa geschaffen werden.
Tourismusevent mit Charity-Komponente
Die beiden Schiffe der WolfgangseeSchifffahrt bringen gemeinsam knapp 200 Tonnen auf die Waage. Über eine Strecke von 25 Metern setzte Müllner die miteinander verbundenen Schiffskörper sichtbar in Bewegung. Zahlreiche Zuschauer verfolgten den Rekordversuch direkt vor Ort am See. Spender konnten den Weltrekord direkt an Bord der beiden Schiffe miterleben. Die endgültige Spendensumme soll kommende Woche bekanntgegeben werden.

v.l.n.r.: Stefan Brandlehner, Patrick De-Bettin, Franz Müllner, Rainer Riedl, Seda Röder und Tobias Pürcher | © Franz Neumayr
Inszeniert wurde die Aktion gemeinsam mit der Wolfgangsee Tourismus Gesellschaft und der Salzburg AG Tourismus GmbH. Gleichzeitig war der Weltrekordversuch als Charity-Aktion zugunsten von DEBRA Austria und dem EB-Haus Austria in Salzburg angelegt, das Menschen mit der seltenen Hauterkrankung Epidermolysis bullosa unterstützt.
Franz Müllner testet die Grenzen der Physik
Physikalisch betrachtet liegt die Besonderheit der Aktion weniger im Gesamtgewicht der beiden Schiffe als in der Kraft, die nötig ist, um die trägen Schiffskörper auf dem Wasser überhaupt kontrolliert in Bewegung zu setzen. Auftrieb und Wasser verändern dabei die Bedingungen deutlich anders als bei einer Last an Land. Entscheidend werden Zugkraft, Körperspannung, Gleichgewicht und die Fähigkeit, die Bewegung konstant aufzubauen und über mehrere Meter zu halten.
Mit seinen Aktionen bewegt sich Müllner seit Jahren an der Schnittstelle zwischen Extremsport, Show und außergewöhnlichen Kraftleistungen. In der Vergangenheit zog der Lungauer bereits Flugzeuge, Lastwagenkolonnen oder tonnenschwere Fahrzeuge mit reiner Körperkraft. Internationale Aufmerksamkeit erhielt er unter anderem mit Rekorden rund um das Ziehen von Eisenbahnwaggons, Hubschraubern und schweren Militärfahrzeugen. Der Weltrekord am Wolfgangsee reiht sich damit in eine Serie spektakulärer Kraftakte ein, mit denen Müllner immer wieder auslotet, wie weit menschliche Belastbarkeit unter kontrollierten Bedingungen gehen kann.
(PA/red)


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