Hochbegabte aus drei Ländern trafen sich in Dornbirn
Wer einen IQ-Test für Mensa absolvieren möchte, landet früher oder später auf denselben Begriffen: Hochbegabung, Intelligenztest und Aufnahmeverfahren. Hinter diesen Begriffen steht eine Organisation, die weltweit rund 150.000 Mitglieder zählt und ihre Community über regelmäßige Tests, Regionalgruppen und internationale Vernetzung laufend erweitert.

Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Mensa-„Charming“ 2026 beim gemeinsamen Austausch auf der Terrasse am Karren Dornbirn. | © Mensa Österreich / APA-Fotoservice / Dietmar Mathis
Von Donnerstag bis Montag kamen Mitglieder aus Österreich, Deutschland und der Schweiz zu Fachgesprächen, Freizeitprogramm und einem Galadinner am Karren Dornbirn zusammen. Parallel kündigte Mensa Österreich den Ausbau seiner Testangebote und weiterer Veranstaltungen an.
Charming-Offensive für Hochbegabte
Zu den Ehrengästen zählten laut Veranstalter Mel Jäger vom Vorstand von Mensa in Deutschland e.V. sowie François Reusser, Vorsitzender von Mensa Schweiz. Mensa-Österreich-Vorsitzender Peter Berger hob bei der Generalversammlung insbesondere das Organisationsteam rund um Vorarlberg-Lokalsekretär Nikolaus Wagner hervor.

Dreiländertreffen beim Mensa-„Charming“ am Karren Dornbirn: Peter Berger, Mel Jäger, François Reusser und Nikolaus Wagner (v.l.n.r.). | © Mensa Österreich/APA-Fotoservice/Dietmar Mathis
Die Teilnehmerschaft des Treffens veranschaulichte die Bandbreite innerhalb der Organisation: Unternehmer, Techniker, Akademiker, Familien, langjährige Mitglieder und junge Teilnehmer trafen beim Summit ebenso aufeinander wie Vertreter der verschiedenen Regionalgruppen aus Österreich und dem deutschsprachigen Raum.

Mitglieder von Mensa Vorarlberg beim „Charming“ 2026 in Dornbirn. Stehend v.l.n.r.: Christoph Mertens, Harald Scherbantie, Tobias Hielscher, Nikolaus Wagner, Marc Kreyer und Michael Kohler; sitzend v.l.n.r.: Heike Esser, Edith Radl, Peter Berger, Cornelia Angerer und Anna Radl. | © Dietmar Mathis
Forschungsfeld rund um IQ-Wert
Mensa zählt weltweit rund 150.000 Mitglieder. In Österreich umfasst der Verein laut eigenen Angaben derzeit rund 1.400 Personen zwischen sieben und 93 Jahren. Voraussetzung für die Aufnahme ist ein standardisierter IQ-Wert im obersten Bevölkerungssegment.
Das Thema Hochbegabung wird seit Jahren intensiv wissenschaftlich untersucht. Einrichtungen wie das Österreichische Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung beschäftigen sich mit Talententwicklung, Lernumfeldern und Fördermodellen für hochbegabte Kinder und Erwachsene. Parallel dazu entstanden in Österreich spezielle Schulprogramme, Sommerakademien und universitäre Förderangebote.
Die Forschung betrachtet Hochbegabung heute deutlich differenzierter als noch vor einigen Jahrzehnten. Neben analytischer Leistungsfähigkeit spielen inzwischen auch Kreativität, Motivation, soziale Entwicklung und Neurodiversität eine wichtige Rolle.

Das Kernteam hinter dem Mensa-„Charming“ 2026 in Dornbirn: Nikolaus Wagner, Cornelia Angerer und Marc Kreyer. | © Dietmar Mathis
IQ-Tests und Spieleabende
Das Treffen in Dornbirn machte sichtbar, wie stark Mensa heute als Netzwerk organisiert ist. Der Verein finanziert sich überwiegend über Mitgliedsbeiträge, Veranstaltungen und sein laufendes Testangebot. Auf der Website werden regelmäßig neue Aufnahmetermine, Regionalveranstaltungen und Informationsangebote beworben.
In mehreren Bundesländern existieren Regionalgruppen mit eigenen Veranstaltungsformaten, Stammtischen und Freizeitaktivitäten. Dazu kommen internationale Kontakte innerhalb der deutschsprachigen Mensa-Organisationen sowie Programme für Kinder und Jugendliche.
Mensa-Aufnahmetest in Wien
Während sich in Dornbirn bestehende Mitglieder aus Österreich, Deutschland und der Schweiz trafen, bewirbt Mensa Österreich bereits die nächsten Einstiegsmöglichkeiten für Interessierte. Einer der nächsten Aufnahmetermine findet am 13. Juni am Währinger Gürtel 97 in Wien statt – im WIFI, Raum B305. Die Teilnahme kostet 40 Euro, Voraussetzung sind eine Voranmeldung sowie ein amtlicher Lichtbildausweis.
(PA/red)


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