Wiener Künstler gestaltet limitierte PEZ Arts Edition

Fast jeder kennt die ikonischen PEZ-Spender mit ihren aufklappbaren Comicfiguren. Jahrzehntelang standen sie für Kindheitserinnerungen, Sammelleidenschaft und Popkultur. Nun geht die österreichische Kultmarke einen Schritt weiter — und macht aus den klassischen Spendern erstmals limitierte Art Toys.

Mit „PEZ Arts“ startet das Unternehmen eine neue Reihe künstlerischer Sondereditionen. Den Auftakt gestaltet der Wiener Künstler JF Krichbaum, dessen Figur aus der „Kid Guard“-Serie nun als PEZ-Spender umgesetzt wurde. Präsentiert wurde die Edition Ende Mai im Dschungel Café in Wien gemeinsam mit Schriftsteller Franzobel sowie PEZ-Managing-Director Bernhard Rehr.

Zwischen Popkultur und Kunstszene

Die Edition ist weltweit auf 5000 Stück limitiert und erscheint in speziellen Geschenkboxen. Verkauft wird sie über die europäischen und US-amerikanischen PEZ-Onlineshops. Teile der Erlöse gehen an die St. Anna Kinderkrebsforschung.

Limitierte PEZ Arts Sonderedition von Künstler JF Krichbaum als Sammlerobjekt

Die erste PEZ Arts Edition von JF Krichbaum

Krichbaum bewegt sich seit Jahren zwischen Illustration, Urban Art und fantasievollen Figurenwelten. Seine „Kid Guards“ spielen bewusst mit nostalgischen Kindheitsbildern, gleichzeitig wirken die Figuren geheimnisvoll und surreal. Gerade diese Mischung passt zur PEZ-Marke, die längst weit mehr ist als ein klassischer Süßwarenhersteller.

Denn die bunten Spender entwickelten sich über Jahrzehnte selbst zu internationalen Sammlerobjekten. Besonders seltene Modelle erzielen unter Fans teils hohe Preise. Mit „PEZ Arts“ greift das Unternehmen nun gezielt die globale Designer-Toy- und Collector-Szene auf.

Von Linz in die Welt

Die Geschichte von PEZ reicht bis ins Jahr 1927 zurück. Damals entwickelte Eduard Haas III. im Raum Linz die ersten Pfefferminzpastillen. Die charakteristischen Spender kamen 1949 auf den Markt — ursprünglich allerdings für Raucher. Die ersten Modelle erinnerten deshalb an Feuerzeuge und sollten beim Griff zur Zigarette ersetzen helfen.

Erst in den 1950er-Jahren wandelte sich PEZ zur Kinder- und Popkulturmarke. Fruchtgeschmack, Comicfiguren und Kooperationen mit Disney machten die Spender international bekannt. Heute zählt die Unternehmensgruppe mit Sitz in Traun zu den weltweit größeren Süßwarenherstellern und ist in mehr als 80 Ländern aktiv.

Weltweit beschäftigt die PEZ Group rund 950 Mitarbeiter, davon etwa 150 in Oberösterreich. Neben Produktionsstandorten in Wien, Ungarn und den USA betreibt das Unternehmen mittlerweile auch einen Flagship-Store in Shanghai sowie ein eigenes Besucherzentrum in Amerika.

PEZ-Marketingchefin Ursula Polymeropulos und Managing Director Bernhard Rehrl vor einem Werk von JF Krichbaum

PEZ-Marketingchefin Ursula Polymeropulos und Managing Director Bernhard Rehrl bei der Präsentation der neuen Kunstkooperation mit JF Krichbaum.

Kultmarke vor dem Jubiläum

Die neue Kunstreihe kommt in einer strategisch bedeutsame Phase für das Unternehmen. 2027 feiert PEZ sein 100-jähriges Bestehen. Parallel dazu arbeitet die Marke zunehmend an ihrer Positionierung als Lifestyle- und Sammlerbrand.

Neu ist die kulturelle Aufladung der PEZ-Spender allerdings nicht. Seltene Editionen, Sonderfiguren und Designvarianten zählen seit Jahrzehnten zur internationalen Sammlerszene. Mit „PEZ Arts“ macht das Unternehmen diesen Aspekt nun erstmals selbst zum offiziellen Teil seiner Markenstrategie.

(PA/red)