Picknick auf der Donauinsel kostet auch bei Grillverbot
Seit Anfang Mai gilt auf den öffentlichen Grillplätzen und Grillzonen in Wien ein Grillverbot. Wer zuvor einen Grillplatz auf der Donauinsel reserviert und dafür 45 Euro bezahlt hat, bekommt die Gebühr dennoch nicht zurück. Die reservierte Fläche könne schließlich weiterhin für ein Picknick genutzt werden, argumentiert die zuständige Magistratsabteilung.
Rund 800 Reservierungen betroffen
Wie ORF Wien berichtet, sind derzeit rund 800 Reservierungen betroffen. Die zuständige MA 45 begründet die ausbleibende Rückerstattung damit, dass die reservierten Flächen weiterhin für ein Picknick genutzt werden können.
Auf der Donauinsel stehen elf ausgestattete Grillplätze zur Verfügung. Diese müssen vorab online reserviert werden. Seit Jänner 2026 kostet eine Buchung 45 Euro. Zuvor waren zehn Euro zu bezahlen. Die Stadt erhöhte die Gebühr auf Empfehlung des Stadtrechnungshofes, da der bisherige Betrag nur einen Teil der anfallenden Verwaltungskosten gedeckt habe.

Grillplatz auf der Donauinsel. | © MA 45
Das Grillverbot gilt wegen der anhaltenden Trockenheit und der damit verbundenen Waldbrandgefahr bis auf Widerruf. Auf den reservierten Flächen dürfen sich die angemeldeten Personen weiterhin aufhalten, ein Feuer darf jedoch nicht entzündet werden.
Buchungssystem wird umgestellt
Pro Jahr werden rund 2.300 Grillplätze auf der Donauinsel reserviert. Um die Zahl länger im Voraus gebuchter und wegen eines später verhängten Grillverbots nicht nutzbarer Termine zu reduzieren, sollen Änderungen bei Reservierungen eingeführt werden.
Wie MeinBezirk berichtet, will die Stadt das Reservierungssystem ab 2027 umstellen. Grillplätze sollen dann nur noch quartalsweise gebucht werden können. Damit sollen Reservierungen weniger weit im Voraus erfolgen.
(PA/red)


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