PayPal bringt „Buy now, pay later“ nach Österreich
Was in den USA seit Jahren zum Online-Shopping gehört, kommt nun auch nach Österreich: PayPal führt mit „Bezahlung nach 30 Tagen“ und einer eigenen Ratenzahlungsfunktion neue Möglichkeiten ein, Einkäufe erst später oder in mehreren Teilbeträgen zu begleichen. Die Angebote stehen bei teilnehmenden Händlern zur Verfügung und sollen für mehr Flexibilität beim Bezahlen sorgen.
Mehr Spielraum beim Online-Einkauf
Für viele hier ist das mehr als eine zusätzliche Zahlungsoption. Während in anderen Ländern Kreditkarten seit Jahrzehnten den Konsumalltag prägen, dominieren in Österreich Debitkarten und direkte Kontoabbuchungen. Wer keine Kreditkarte oder keinen Überziehungsrahmen besitzt, kann oft nur dann mit Karte einkaufen, wenn ausreichend Geld am Konto vorhanden ist.
Genau an diesem Punkt setzt das neue Angebot an. Nutzer können ihre Zahlung um 30 Tage verschieben oder größere Anschaffungen über mehrere Monate finanzieren. Konsumenten erhalten zusätzlichen finanziellen Spielraum. Für Händler sinkt dadurch die Hürde für einen Kaufabschluss,

Mit „Bezahlung nach 30 Tagen“ bringt PayPal sein Buy-now-pay-later-Angebot nach Österreich.
Mit den neuen Angeboten rückt PayPal näher an klassische Finanzdienstleister heran. Das Unternehmen prüft die Kreditwürdigkeit von Kunden und ermöglicht Zahlungsaufschübe sowie Ratenfinanzierungen.
Zustimmung zu Bonitätsprüfung
Wer die neuen Funktionen nutzt, muss zusätzlichen Bedingungen zustimmen und einer Bonitätsprüfung zustimmen. PayPal entscheidet auf dieser Grundlage, ob ein Zahlungsaufschub oder eine Ratenzahlung angeboten wird. Für Nutzer entsteht dadurch die Möglichkeit, Einkäufe zeitlich flexibler zu bezahlen oder größere Anschaffungen auf mehrere Monate aufzuteilen.
Wirtschaftlich betrachtet handelt es sich dabei um eine Form der Konsumfinanzierung. Während die Zahlung nach 30 Tagen grundsätzlich zinsfrei erfolgt, fallen bei längeren Laufzeiten der Ratenzahlung Finanzierungskosten an. Über Zinsen, Laufzeit und Gesamtbetrag informiert PayPal nach eigenen Angaben vor Vertragsabschluss.
Wie bei jedem Kredit gilt auch hier: Die Rechnung wird nicht aufgehoben, sondern lediglich verschoben. Können fällige Beträge nicht eingezogen werden, können Mahnungen, Einschränkungen des Kontos oder weitere Schritte zur Eintreibung offener Forderungen folgen.
Zahlungsdienst in vielen Bereichen
Die Folgen können gerade bei PayPal spürbarer sein, als viele Nutzer zunächst vermuten. Der Dienst hat sich in den vergangenen Jahren für viele Menschen zu einem festen Bestandteil des digitalen Alltags entwickelt. Online-Einkäufe, Konzerttickets, Streaming-Abos, Ebay oder internationale Zahlungen laufen oft über denselben Account.
Kommt es dort zu Problemen, betrifft das dann nicht mehr nur den einzelnen Einkauf. Ein eingeschränktes Konto kann an mehreren Stellen gleichzeitig spürbar werden und gewohnte Abläufe unterbrechen. Das unterscheidet PayPal von vielen klassischen Finanzprodukten, die häufig nur einen einzelnen Bereich des Zahlungsverkehrs betreffen.
Die neuen Funktionen bringen zusätzlichen Komfort und mehr Flexibilität beim Online-Shopping. Gleichzeitig gilt derselbe Grundsatz wie bei jedem anderen Kredit: Die Zahlung wird nicht erlassen, sondern auf einen späteren Zeitpunkt verschoben. Irgendwann kommt die Rechnung.
(PA/red)


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