Kabarettstars setzen Zeichen gegen Gewalt im CasaNova
Kabarett mit Haltung und viel Humor: Im Wiener CasaNova stellten sich auch heuer wieder bekannte Künstlerinnen und Künstler in den Dienst der guten Sache. Organisiert von Marika Lichter zugunsten des Vereins Wider die Gewalt, entwickelte sich der Charity-Abend zu einem Publikumserfolg. Mit pointierten Programmausschnitten und viel Bühnenpräsenz gestalteten die Kabarettstars einen unterhaltsamen Kulturabend, der nicht nur für Lacher sorgte, sondern auch eine Spendensumme von rund 15.000 Euro einspielte.

Eva Maria Marold, Marika Lichter und Magda Leeb stellten sich gemeinsam in den Dienst der guten Sache.
Zu den Höhepunkten des Abends zählte der Auftritt von Publikumsliebling Eva Maria Marold, die mit Auszügen aus ihrem aktuellen Programm das Publikum auf eine ironisch-humorvolle Reise mitnahm. Die Begeisterung im Saal war so groß, dass sie sich sogar zu einer Zugabe hinreißen ließ. Neben ihr standen weitere bekannte Namen der österreichischen Kabarettszene auf der Bühne, darunter Antonia Stabinger, Sebastian Humi, Manfred Antonius Distel und Magda Leeb, die den Abend mit ihren unterschiedlichen Stilrichtungen abwechslungsreich gestalteten.
Humor und ein ernstes Thema dahinter
Den Auftakt machte Antonia Stabinger, Gewinnerin des Österreichischen Kabarettpreises 2025, die mit ihrem aktuellen Programm rasch für Stimmung im Saal sorgte. Als Newcomer des Abends erwies sich Sebastian Humi als erstaunlicher Publikumshit. Mit persönlichen Geschichten über Integration und gesellschaftliche Herausforderungen brachte er nicht nur Lacher, sondern auch nachdenkliche Momente auf die Bühne.

Newcomer Sebastian Humi überzeugte mit humorvollen Geschichten und persönlichen Einblicken. | © Katharina Schiffl
Nach der Pause sorgte Manfred Antonius Distel mit seiner Hommage an den legendären Komiker Heinz Erhardt für nostalgische Unterhaltung und ließ Erinnerungen an die Humortradition der 1950er- und 1960er-Jahre aufleben. Den humorvollen Schlusspunkt setzte schließlich Magda Leeb, die mit pointierten Alltagsbeobachtungen das Publikum zum Lachen brachte.
Erstmals seit mehr als zehn Jahren war der Anteil an Künstlerinnen im Programm höher als jener der männlichen Kollegen – eine Entwicklung, die vom Publikum besonders positiv aufgenommen wurde.
Tombola als Fixpunkt des Abends
Neben dem Bühnenprogramm entwickelte sich auch die traditionelle Tombola erneut zu einem Höhepunkt des Abends. Zahlreiche Preise – von Konzertkarten über Hotelgutscheine bis hin zu Sachpreisen – sorgten für große Nachfrage, sodass viele Lose bereits während der Pause vergriffen waren. Die Moderation übernahm Marika Lichter, die wie gewohnt mit Charme und persönlichem Engagement durch den Programmpunkt führte.

Publikumsliebling Eva Maria Marold begeisterte mit Auszügen aus ihrem aktuellen Programm. | © Katharina Schiffl
Auch nach dem offiziellen Teil blieb das Publikum noch lange im CasaNova, nutzte die Gelegenheit zum Austausch und ließ den Abend in entspannter Atmosphäre ausklingen.
Unterstützung für Betroffene notwendig
Der Abend stand ganz im Zeichen der Unterstützung von Initiativen, die sich dem Schutz von Gewaltopfern widmen. Marika Lichter, Geschäftsführerin des Vereins „Wider die Gewalt“, verwies in diesem Zusammenhang auf aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen. Besonders neue Formen psychischer Gewalt, etwa durch manipulierte Inhalte in sozialen Medien, würden neue Herausforderungen schaffen.
„Machtmissbrauch und Hass im Netz werfen ein grauenhaftes Bild auf unsere Gesellschaft. Umso wichtiger ist es, Vereine zu unterstützen, die sich dem Schutz der Betroffenen widmen“, betonte sie.
Unter den Gästen des Abends fanden sich zahlreiche bekannte Persönlichkeiten, darunter Schauspielerin Brigitte Kren, Moderatorin Eser Akbaba sowie Unternehmer Gaston Glock mit seiner Frau Andrea Glock und weitere Vertreter aus Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft.

Magda Leeb sorgte mit pointierten Alltagsgeschichten für einen unterhaltsamen Abschluss des Abends. | © Katharina Schiffl
Mit einem Reinerlös von rund 15.000 Euro setzte der Kabarettabend erneut ein sichtbares Zeichen für Solidarität und gesellschaftliches Engagement – und bewies einmal mehr, dass Humor und Haltung einfach zusammengehören.
(PA/red)


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