Musikverein Graz stimmt in Wien auf neue Saison ein
Die Wiener Innenstadt wurde am Donnerstagabend zum Treffpunkt der Klassikszene: In den Räumlichkeiten von Steinway & Sons am Opernring lud der Musikverein Graz zur traditionellen Frühlingslounge. Intendant Michael Nemeth gab dabei einen Ausblick auf die Saison 2026/27 vor Gästen aus Kultur, Wirtschaft und Medien. Die kulturellen Bande zwischen Wien und Graz sind seit Jahrzehnten eng geknüpft. Mit seiner traditionellen Empfang am Wiener Opernring brachte Steiermark diese Verbindung erneut in die Bundeshauptstadt.

Musikverein Graz Präsidentin Irmgard Griss mit Intendant Michael Nemeth | © Christian Jobst
Zwischen Grand Pianos, Plaudereien und musikalischen Darbietungen wurde sichtbar, dass der Musikverein Graz seine Rolle als einer der bedeutenden Konzertveranstalter des Landes ausbauen will. Rund 35.000 Besucher zählt das Haus jährlich, auch die kommende Saison setzt auf programmatische Vielfalt und Publikumsmagnete.
Klassikgrößen und thematische Schwerpunkte
Im Mittelpunkt der Präsentation standen die künstlerischen Höhepunkte der neuen Saison. Internationale Stars wie Plácido Domingo, Lisette Oropesa, Rudolf Buchbinder, Anna Lapwood, Jonathan Tetelmann und Fazıl Say sollen in Graz für musikalische Glanzpunkte sorgen.
Programmatisch rücken Ludwig van Beethoven und Wolfgang Amadeus Mozart in den Fokus – interpretiert in unterschiedlichen Konzertformaten. Einen besonderen Akzent setzt zudem das Thema „Natur in der Musik“, etwa mit Fazıl Says Klavierkonzert „Mother Earth“, das der Komponist selbst zur Aufführung bringt.
Auch international ausgerichtete Ensembles prägen das kommende Programm. Orchester und Kammermusikformationen wie das Estonian National Symphony Orchestra, das Jerusalem Quartet, die Philharmonix und das Quatuor Ébène bringen neue Töne nach Graz. Das Landesjugendsinfonieorchester Steiermark, das gemeinsam mit jungen Musikern aus Prag Werke von Bedřich Smetana und Antonín Dvořák interpretieren wird, zählt ebenfalls dazu.

Musiker der Frühlingslounge mit Intendant Michael Nemeth. | © Christian Jobst
Neben klassischen Konzertformaten setzt der Musikverein verstärkt auf Vermittlung: Familienkonzerte, Workshops und Programme für Schulen sollen neue Zielgruppen ansprechen und den Zugang zur Klassik erleichtern.
Starke Bande zwischen Graz und Wien
Die Frühlingslounge zählt zu den gesellschaftlichen Fix-Treffpunkten der Wiener Kulturszene. Gastgeberin Irmgard Griss, Präsidentin des Musikvereins Graz, begrüßte gemeinsam mit Intendant Michael Nemeth sowie Tobias Schröter von Steinway & Sons zahlreiche Gäste aus Musik, Kultur, Wirtschaft und Medien.
Unter den Anwesenden fanden sich Persönlichkeiten wie Vertreter der Wiener Sängerknaben, Mitglieder führender Orchester sowie zahlreiche Kulturschaffende, Veranstalter und Partnerinstitutionen.

Pianist Rudolf Buchbinder und ORF-Journalistin Teresa Vogl. | © Christian Jobst
Graz positioniert sich als Klassikstandort
Mit seiner inzwischen mehr als zweihundertjährigen Geschichte zählt der Musikverein Graz zu den traditionsreichsten Konzertveranstaltern Österreichs. Die neue Saison knüpft an diese Tradition an und verbindet sie mit neuen Zugängen und Formaten.
Großes Augenmerk gilt dabei einem Mozart-Fest sowie einer umfangreichen Beethoven-Reihe im Vorfeld des Beethovenjahres 2027. Ergänzt wird das Programm durch zeitgenössische Werke, Jazzformate, Kammermusik und Liederabende.
Bei der Frühlingslounge des Musikverein Graz in Wien bei Steinway & Sons wurden unter anderem gesehen: Musikmanager Thomas Angyan, Wiener-Sängerknaben-Vorstand Erich Arthold, Kulturveranstalterin Mechthild Bartolomey, Bechstein-Geschäftsführerin Cathrin Chytil, Musikwissenschaftler Otto Biba, Kunstexperte Bernhard A. Böhler, Dirigent Vinzenz Praxamer, Regisseur Julian Pölsler, Konzertvereinigung-Wiener-Staatsopernchor-Obmann Jaroslav Pehal,
Wiener-Philharmoniker-Mitglied Paul Halwax, Wiener-Symphoniker-Intendant Jan Nast, Universitätsrektorin Ulrike Sych, ORF-Journalistin Teresa Vogl, Galeristin Christine König, Unternehmerin Magdalena Hankus, Eventim-Austria-Geschäftsführer Markus Pubek sowie Bundesministerin a. D. Maria Rauch-Kallat, Vizehonorarkonsulin Birgit Sarata und zahlreiche weitere Gäste aus Kultur, Wirtschaft und Medien.
(PA/red)








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