Wiener Eiswerkstatt inszeniert Klimt zum ersten Geburtstag

Zum einjährigen Bestehen ihres Eissalons in der Wiener Andreasgasse 7 luden Konditormeister Miloš Zivojinović und Markenstratege Raimund Saam zur „Vern-Eis-Sage“. Im Mittelpunkt stand die Präsentation einer Kreation aus weißer Schokolade, Brownies und Erdbeeren. Für deren Auftritt übersetzten Make-up-Artistin Mariella Alexandra Chaparro und ihr Model Enya Rock das Klimt-Motiv in eine Inszenierung.

Chaparro und Rock bringen Jugendstil in den Eissalon

Chaparro verantwortete das Styling von Rock, die als Schauspielerin und Model für die Präsentation in die Rolle der „Hygieia“ schlüpfte. In Rot und Gold gekleidet, verkörperte sie die Figur, die der neuen Eissorte ihren Namen gibt. Die Farben verbanden Rocks Erscheinungsbild mit dem Dessert: Golddekor und ein eigens entwickeltes Erdbeer-Variegato griffen Elemente der künstlerischen Vorlage auf.

Die Inszenierung führte damit das Gestaltungskonzept des Betriebs über die Eistheke hinaus. Während Chaparro das Motiv am Model umsetzte, übertrugen Zivojinović und Saam es auf Zutaten und Dekor. Der Bezug zur Wiener Moderne, der das Sortiment prägt, wurde bei der Geburtstagsfeier auch durch Rocks Auftritt sichtbar.

Mariella Alexandra Chaparro steht links neben Enya Rock im rot-goldenen Hygieia-Kostüm vor einer Klimt-Reproduktion.

Make-up-Artistin Mariella Alexandra Chaparro (links) mit ihrem Model Enya Rock. | © Monika Fellner

Konditorhandwerk trifft auf Markengestaltung

Hinter der 2025 gegründeten Wiener Eiswerkstatt stehen Zivojinović und Saam mit zwei unterschiedlichen beruflichen Schwerpunkten: Konditorhandwerk und Markenstrategie. Die Verbindung bestimmt sowohl die Rezepturen als auch deren Namen. Statt ausschließlich nach einzelnen Zutaten sind die Sorten nach Werken der Wiener Moderne benannt.

Bei „Hygieia“ bildet weiße Schokolade die Basis. Dazu kommen hausgebackene weiße Schoko-Brownies, das Erdbeer-Variegato – eine Fruchtzubereitung, die das Eis durchzieht – und Golddekor. Die roten und goldenen Elemente zitieren die Vorlage, die Brownies ergänzen die Eismasse um eine weitere Textur.

Raimund Saam links und Miloš Zivojinović rechts präsentieren gemeinsam ein Dessert vor einer Klimt-Reproduktion.

Markenstratege Raimund Saam (links) und Konditormeister Miloš Zivojinović verbinden in der Wiener Eiswerkstatt Markengestaltung und Konditorhandwerk. | © Monika Fellner

Für die Herstellung werden Nüsse im Haus geröstet, Früchte eingekocht und Kuchenkomponenten selbst gebacken. Zivojinović legt außerdem Wert auf die Ruhezeit der Grundmasse. „Eis braucht Ruhe, denn gutes Eis muss reifen“, sagt der Konditormeister. Vanille, Kakao und Beeren sollen Zeit bekommen, sich geschmacklich mit der Masse zu verbinden.

Warme Küchlein ergänzen das Ganzjahresangebot

Zum Geburtstag präsentierten die beiden Betreiber auch „Secessions-Küchlein“. Die warmen Desserts gibt es in Varianten mit Nougat, weißer Schokolade oder Pistazien, jeweils mit Crumble und einem heißen, cremigen Kern. Ihr Name setzt den Kunstbezug des Sortiments fort und verweist auf die Wiener Secession.

Eine Mitarbeiterin steht hinter der Eistheke mit dem Logo der Wiener Eiswerkstatt.

Die Wiener Eiswerkstatt in der Andreasgasse bietet ihre Eiskreationen ganzjährig an. | © Monika Fellner

Die Küchlein erweitern das Angebot für die kalte Jahreszeit: Der Eissalon im siebenten Bezirk bleibt ganzjährig geöffnet. Eine Kugel Eis kostet unter drei Euro, die warmen Kuchenstücke werden um sieben Euro angeboten.

Auch bestehende Sorten verbinden mehrere Komponenten zu einer Rezeptur. „Danaë“ kombiniert Haselnuss-Nougat, Pistazien-Marzipan und Bitterschokolade. Bei „Apfelbaum“ treffen Zimteis und Apfel auf Semmelbrösel und Strudelteigstückchen. Die neue „Hygieia“ führt diesen Ansatz weiter – zum Jubiläum ergänzt um Chaparros Styling und Rocks Verkörperung des Klimt-Motivs.

(PA/red)