Österreichs Tageszeitungen im Reichweitenvergleich

Die Kronen Zeitung bleibt in der aktuellen Media-Analyse die mit Abstand meistgelesene Tageszeitung Österreichs. Ihre Printreichweite beträgt 21 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. Dahinter folgen Heute mit 9 Prozent und die Kleine Zeitung mit 8,5 Prozent. Unter Einbeziehung von Websites und Apps verändert sich die Rangfolge hinter den beiden Erstplatzierten: Die Österreich/oe24-Kombi kommt auf 11,3 Prozent, die Kleine Zeitung auf 11,2 Prozent und der Standard auf 10,7 Prozent.

Die Krone mit deutlichem Abstand voran

Mehr als jede fünfte Person ab 14 Jahren liest laut Media-Analyse 2026-I eine durchschnittliche Ausgabe der Kronen Zeitung. Damit liegt ihre Printreichweite über jener von Heute und Kleiner Zeitung zusammen. Zur Printnutzung zählt die Studie sowohl die gedruckte Zeitung als auch das E-Paper.

Die Österreich/oe24-Kombi erreicht mit ihren Kauf- und Gratiszeitungen 8 Prozent. Der Standard folgt mit 6,8 Prozent, der Kurier mit 5,4 Prozent. Unter den regional verankerten Tageszeitungen kommen die OÖNachrichten bundesweit auf 4,6 Prozent, die Tiroler Tageszeitung auf 3,5 Prozent und die Salzburger Nachrichten auf 3 Prozent.

Tageszeitung Print inkl. E-Paper Print und Online
Kronen Zeitung 21,0 % 25,6 %
Heute 9,0 % 13,1 %
Kleine Zeitung 8,5 % 11,2 %
Österreich/oe24-Kombi 8,0 % 11,3 %
Der Standard 6,8 % 10,7 %
Kurier 5,4 % 9,0 %
OÖNachrichten 4,6 % 6,2 %
Die Presse 4,0 % 5,5 %
Tiroler Tageszeitung 3,5 % 4,6 %
Salzburger Nachrichten 3,0 % 3,9 %
Vorarlberger Nachrichten 2,0 % 3,6 %

Nationale Reichweiten bei Menschen ab 14 Jahren, Media-Analyse 2026-I, Juli 2024 bis Juni 2026. Print und Online bezeichnet die um Doppelnutzung bereinigte Cross Media Reach (CMR). Onlinereichweite: Justierung an den Werten der Österreichischen Webanalyse (ÖWA).

Regionale Stärke im Süden und in Oberösterreich

Die bundesweiten Werte bilden die Stellung regionaler Zeitungen nur teilweise ab. Die Kleine Zeitung erreicht in der Steiermark mit ihrer Printausgabe 35,4 Prozent und liegt damit vor der Krone mit 25 Prozent. In Kärnten beträgt das Verhältnis 34,8 zu 27,7 Prozent.

Auch unter Einbeziehung der digitalen Angebote liegt die Kleine Zeitung in beiden Bundesländern voran: In der Steiermark erreicht sie 43,3 Prozent, in Kärnten 41,8 Prozent. Ihre bundesweite Printleserschaft umfasst rund zwei Drittel einer Million Menschen; gemeinsam mit Website und App sind es 875.000.

Die OÖNachrichten erreichen in ihrem Heimatbundesland mit einer durchschnittlichen Printausgabe 300.000 Menschen beziehungsweise 23,1 Prozent der Bevölkerung ab 14 Jahren. Die Wochenendausgabe kommt dort auf 357.000 Leserinnen und Leser und 27,5 Prozent. Österreichweit beträgt ihre Printleserschaft 361.000 Menschen, am Wochenende sind es 426.000.

Digitale Angebote rücken die Marken zusammen

Websites und Apps tragen bei mehreren Titeln erheblich zur Gesamtreichweite bei. Der Standard erreicht mit Print und Online 10,7 Prozent gegenüber 6,8 Prozent mit der Zeitung. Beim Kurier stehen 9 Prozent kombinierter Reichweite 5,4 Prozent Print gegenüber. Die Vorarlberger Nachrichten kommen mit ihren digitalen Angeboten auf 3,6 Prozent, mit der Zeitung auf 2 Prozent.

Die Krone erreicht über Print und Online mehr als ein Viertel der Bevölkerung ab 14 Jahren. Heute folgt mit 13,1 Prozent. Dahinter liegen die Österreich/oe24-Kombi und die Kleine Zeitung mit 11,3 beziehungsweise 11,2 Prozent eng beisammen. Der Abstand von 0,1 Prozentpunkten allein belegt keinen statistisch abgesicherten Vorsprung.

Werden zusätzlich Newsletter berücksichtigt, kommt die Krone auf 26,6 Prozent. Heute erreicht in dieser als CMR+ bezeichneten Auswertung 13,6 Prozent, die Österreich/oe24-Kombi 12 Prozent, der Standard 11,8 Prozent und der Kurier 9,3 Prozent. Diese Gesamtwerte zählen Menschen, die mehrere Angebote einer Marke nutzen, jeweils nur einmal.

Unterschiedliche Profile der Leserschaft

Neben der Gesamtgröße unterscheiden sich die Zielgruppen der Zeitungen. Bei Menschen mit Hochschulabschluss erreicht der Standard im Print 13,1 Prozent und liegt damit vor der Krone mit 10,1 Prozent und der Kleinen Zeitung mit 8,8 Prozent.

Mit Website und App kommt der Standard in dieser Bildungsgruppe auf 22,1 Prozent, einschließlich Newsletter auf 24,2 Prozent. Die Krone erreicht hier über Print und Online 14,8 Prozent, die Kleine Zeitung 12,1 Prozent und der Kurier 11,5 Prozent.

Das aktuelle Bild der Zeitungslandschaft verbindet damit eine klare nationale Spitzenposition der Krone mit starken regionalen Titeln und unterschiedlichen Publikumsschwerpunkten. Digitale Angebote erweitern den Kreis der erreichten Menschen und verkleinern bei mehreren Marken die Abstände zur Spitze. Die Rangfolge bleibt jedoch weitgehend gleich.

Die Media-Analyse 2026-I beruht erstmals auf einem zweijährigen Erhebungszeitraum. Wegen dieser Umstellung sind direkte Vergleiche mit den bisherigen Ausgaben nicht möglich; die aktuellen Werte zeigen daher Rangfolgen und Nutzungsprofile, aber keine belegten Gewinne oder Verluste gegenüber dem Vorjahr.

(PA/red)