25 Jahre MuseumsQuartier: Jubiläum und Ausblick
Mit einem feierlichen Jahresauftakt am Donnerstag, dem 29. Jänner 2026, setzte das MuseumsQuartier Wien ein deutliches Zeichen. Gefeiert wurden 25 Jahre MQ und zugleich der programmatische Startschuss für ein ambitioniertes Jubiläumsjahr. Mehr als 400 Gäste aus Kultur, Wirtschaft und Politik folgten der Einladung in die Arena 21 und die Ovalhalle, wo Rückblick und Zukunftsperspektive des Areals auf spürbare Zustimmung trafen.

Blick in die Arena 21 beim MQ Jahresauftakt 2026 | © Katharina Schiffl
Ein Vierteljahrhundert als urbanes Labor
Seit der offiziellen Übergabe der Museumsgebäude im Jänner 2001 hat sich das MQ von einem umstrittenen Großprojekt zu einem der international erfolgreichsten Kunst- und Kulturareale entwickelt. Direktorin Bettina Leidl spricht heute von einer „Generation MQ“ – einem Ort, der für viele Wienerinnen und Wiener ebenso Wohnzimmer wie Experimentierfeld ist. Mehr als fünf Millionen Besucher pro Jahr unterstreichen diese Rolle als lebendiger Treffpunkt zwischen Hochkultur, Alltagsleben und urbaner Offenheit.
Beim Jahresauftakt wurde dieser Weg selbstbewusst erzählt. Ein eigens produzierter Animationsfilm sowie ein neues filmisches Signet spannten den Bogen von den Anfängen bis in die Gegenwart.
Programm 2026: Erinnerung, Gegenwart, Zukunft
Parallel zum Jubiläum präsentierte das MuseumsQuartier sein Programm für 2026, das unter dem Leitmotiv „Generation MQ“ steht. Im Zentrum stehen Ausstellungen, genauso Fragen nach gesellschaftlicher Teilhabe, urbanem Raum und der Rolle von Museen im 21. Jahrhundert. Eine große Jubiläumsausstellung im MQ Freiraum (Hof) widmet sich ab Sommer der konfliktreichen Entstehungsgeschichte des Areals und beleuchtet dessen architektonische wie politische Dimensionen.
Ergänzt wird das Programm durch neue Public-Art-Projekte, internationale Artist-in-Residence-Schwerpunkte sowie bewährte Formate wie den KinderKulturParcours. Auch diskursive Ansätze finden ihren Platz: Ein Symposium zu Zukunftsfragen des Museumsbetriebs positioniert das MQ bewusst nicht nur als Ausstellungsort, sondern als Denk- und Debattenraum.
Grüner Hof und Punschkrapferlrosa Enzis
Eine zentrale Rolle spielt dabei der Innenhof als urbaner Veranstaltungsraum unter freiem Himmel. Mit der Sommerbühne, Performances, Konzerten, Talks und temporären Installationen wird der größte geschlossene Platz Wiens erneut zur offenen Bühne. Der niederschwellige Zugang und die Zwanglosigkeit, mit der sich hier Kultur, Alltag und Besucher begegnen, prägen den Charakter des Areals. Und natürlich auch die Enzis, die alle paar Jahre ihre Farbe wechseln.
Inhaltliche Tiefe erhält das Jubiläumsjahr durch die Museen im MuseumsQuartier selbst. mumok, Leopold Museum, Kunsthalle Wien, Architekturzentrum Wien und weitere Institutionen setzen programmatische Schwerpunkte, die von zeitgenössischer Kunst über Architektur bis hin zu gesellschaftspolitischen Fragestellungen reichen. In ihrer Gesamtheit bilden sie das Rückgrat des Areals und zeigen, wie stark das MQ als Ensemble funktioniert.
Ein Fest mit Signalwirkung
Der Jahresauftakt wurde damit auch zu einem gesellschaftlichen Treffpunkt der Wiener Kulturszene. Allen voran Gastgeberin Bettina Leidl, Direktorin des MuseumsQuartier Wien, die das Areal seit Jahren programmatisch wie strukturell prägt und das Jubiläumsjahr 2026 eröffnet hat. Unter den Gästen fanden sich zudem Stella Rollig, Generaldirektorin des Belvedere, die Kulturmanagerin und Publizistin Danielle Spera, MAK-Direktorin Lilli Hollein, die ehemalige Staatssekretärin und Kulturpolitikerin Andrea Mayer, Altkanzler Alexander Schallenberg, Wiens Kulturstadträtin Veronica Kaup-Hasler, die frühere Kulturstadträtin Ursula Pasterk, Autor und Kulturhistoriker Philipp Blom, Kulturmanager Christoph Thun-Hohenstein, Gastronom Bernd Schlacher sowie Fotografin Elfie Semotan.
Der Jahresauftakt war Feier und Arbeitstreffen zugleich. Die Gästeauswahl unterstrich den Stellenwert des MuseumsQuartiers als verbindende Plattform zwischen Kulturschaffenden, Kulturmanagement, Politik und Öffentlichkeitsarbeit. Sie verlieh dem Auftakt ins Jubiläumsjahr jene Signalwirkung, die dem formellen Anlass gerecht wurde.
(PA/red)











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