Vienna City Marathon startet mit Lauf für Inklusion

Das Vienna-City-Marathon-Wochenende ist in Wien traditionell mehr als nur ein sportliches Großereignis. Bereits am Samstag setzte der Auftaktlauf auf der Ringstraße ein deutlich sichtbares Zeichen für gemeinsames Sporterlebnis und gesellschaftliche Teilhabe. Rund 1.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer nahmen am sogenannten Inclusion Run teil und eröffneten damit offiziell das Wochenende des Vienna City Marathon.

Unified Runner Philipp Jelinek mit Katharina Schaffer und Michael Maier

Unified Runner Philipp Jelinek mit Katharina Schaffer und Michael Maier (l.) | © Thomas Meyer

Der rund ein Kilometer lange Lauf führte vom Bereich vor dem Burgtheater entlang der Ringstraße bis zum Parlament Österreich und wieder zurück. Entlang der Strecke begleiteten Zuschauerinnen und Zuschauer das Geschehen mit Applaus, während das Marathonwochenende damit seinen ersten Höhepunkt erreichte.

Auftakt mit inklusivem Schwerpunkt

Der Inclusion Run gilt seit mehreren Jahren als fixer Bestandteil des Marathonprogramms und richtet sich bewusst an Menschen mit und ohne Behinderung. Im Mittelpunkt steht dabei nicht die sportliche Leistung, sondern das gemeinsame Erlebnis.

Bürgermeister Michael Ludwig und Landtagsabgeordnete Yvonne Rychly beim Coca-Cola Inclusion Run 2026 in Wien.

Bürgermeister Michael Ludwig und Landtagsabgeordnete Yvonne Rychly | © Thomas Meyer

Den symbolischen Startschuss gaben unter anderem Wiens Bürgermeister Michael Ludwig, Sozial- und Gesundheitsstadtrat Peter Hacker sowie Laurenz Maresch, Präsident von Special Olympics Österreich.

Der Lauf fand bei sonnigem Wetter statt und verwandelte die Ringstraße in einen Begegnungsort und ein gemeinschaftliches Sporterlebnis. Seit seiner Einführung im Jahr 2017 hat sich das von Coca-Cola Österreich unterstützte Format kontinuierlich entwickelt und ist heute ein fester Bestandteil des Rahmenprogramms rund um den Marathon.

Prominente und Athletinnen als Teams unterwegs

Ein neues Element bildete in diesem Jahr das sogenannte Unified-Runner-Format. Dabei starteten prominente Persönlichkeiten gemeinsam mit Athletinnen und Athleten von Special Olympics als Teams.

Zu den Teilnehmern zählten unter anderem Musiker Cesar Sampson, Paraschwimmer Andreas Onea, ehemalige Nationaltorhüter Helge Payer sowie Siebenkämpferin Ivona Dadic und Snowboarder Arvid Auner.

Das gemeinsame Laufen sollte den Gedanken der Zusammenarbeit sichtbar machen. Erlöse aus dem Lauf kommen laut Veranstaltern Special Olympics Österreich zugute.

Teilnehmer am Coca-Cola Inclusion Run 2026 am VCM-Wochenende vor dem Wiener Burgtheater

Teilnehmer am Coca-Cola Inclusion Run 2026 | © Martin Steiger

Marathonwochenende als sportliches Großereignis

Der Inclusion Run bildet traditionell den Auftakt zu einem Wochenende, das Wien jährlich in eine internationale Laufmetropole verwandelt. Neben dem Hauptlauf stehen zahlreiche Bewerbe für unterschiedliche Leistungsniveaus auf dem Programm, von Kinderläufen bis zu kürzeren Distanzen für Hobbyläufer.

Der Vienna City Marathon zählt zu den größten Sportveranstaltungen Österreichs und zieht regelmäßig tausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer sowie ein breites Publikum entlang der Strecke an.

Mit dem Auftaktlauf am Samstag begann das Wochenende somit nicht nur sportlich, sondern auch symbolisch — als sichtbarer Hinweis darauf, dass das Marathonprogramm zunehmend auch gesellschaftliche Themen wie Teilhabe und Inklusion in den Mittelpunkt stellt.

(PA/red)