Reisewarnungen gelockert: Entspannung für Flüge ab Wien
Nach Wochen verschärfter Sicherheitslage im Nahen Osten hat das österreichische Außenministerium mehrere Reisewarnungen gelockert. Am 13. Mai 2026 wurde die höchste Warnstufe für mehrere Golfstaaten zurückgenommen und auf Sicherheitsstufe 3 („hohes Sicherheitsrisiko“) herabgesetzt. Betroffen sind Bahrain, Jordanien, Katar sowie die Vereinigten Arabischen Emirate.
Die Verschärfungen waren erst Anfang März erfolgt. Am 2. März 2026 hatte Österreich im Zuge der eskalierenden Sicherheitslage im Nahen Osten die Reisewarnungen für mehrere Staaten der Golfregion deutlich ausgeweitet. Hintergrund waren militärische Spannungen, Raketenangriffe, gesperrte Lufträume und Unsicherheiten im internationalen Flugverkehr.
Für den internationalen Flugverkehr ist die nun erfolgte Lockerung von besonderer Bedeutung. Gerade die großen Drehkreuze Doha, Dubai und Abu Dhabi zählen zu den wichtigsten Umsteigeflughäfen für Fernreisen ab Österreich. In den vergangenen Wochen hatten die Entwicklungen im Nahen Osten auch Auswirkungen auf Verbindungen ab dem Vienna International Airport.
Umleitungen und längere Flugzeiten
Besonders Langstreckenverbindungen nach Asien, Australien oder Afrika waren seit März von Anpassungen betroffen. Airlines mussten teilweise Flugrouten kurzfristig ändern, Umwege einplanen oder alternative Korridore nutzen. Dadurch verlängerten sich auf einzelnen Strecken die Flugzeiten.
Für den Flughafen Wien spielen Airlines aus der Golfregion eine zentrale Rolle im Interkontinentalverkehr. Verbindungen von Emirates, Qatar Airways oder Etihad Airways verbinden Wien täglich mit internationalen Langstreckennetzen.
Gerade Reisende Richtung Thailand, Indonesien, Australien oder Südostasien nutzen häufig Umsteigeverbindungen über Dubai oder Doha. Die verschärften Reisewarnungen Anfang März sorgten daher auch bei österreichischen Urlaubern und Geschäftsreisenden für zusätzliche Unsicherheit bei der Reiseplanung.
Mit der Herabstufung vom 13. Mai könnten sich internationale Flugverbindungen über die Golfregion wieder besser planbar entwickeln. Das Außenministerium weist jedoch weiterhin auf ein erhöhtes Sicherheitsrisiko hin. Von nicht notwendigen Reisen wird in mehrere Staaten der Region weiterhin abgeraten.
Kritische Reisewarnungen bleiben aufrecht
Keine Änderungen gab es zuletzt hingegen bei den bestehenden Reisewarnungen für Israel, Iran, Irak, Libanon und Syrien. Für diese Länder bleibt weiterhin die höchste Warnstufe des Außenministeriums aufrecht.
Für Airlines bleibt die Situation damit komplex. Zahlreiche Flugrouten zwischen Europa und Asien verlaufen normalerweise über Teile des Nahen Ostens. Kurzfristige Sperren einzelner Lufträume oder militärische Entwicklungen können daher auch weiterhin Auswirkungen auf internationale Flugverbindungen haben.
Mit Blick auf die Sommerreisesaison beobachten Airlines, Reiseveranstalter und der Flughafen Wien die weitere Entwicklung weiterhin genau.
(PA/red)


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