Austrian Airlines startet mit Starlink-Internet an Bord
Serien und Filme streamen, online arbeiten oder im Internet surfen: Passagiere können das nun erstmals auch an Bord eines Flugzeugs von Austrian Airlines über eine schnelle Starlink-Verbindung. Kostenlos ist der Zugang in allen Reiseklassen, sofern sich Reisende mit ihrer Miles-&-More-Nummer oder Travel ID anmelden. Live-Übertragungen aus dem Flugzeug sowie Sprach- und Videoanrufe bleiben allerdings untersagt.
Das erste entsprechend ausgestattete Flugzeug ist ein fabrikneuer Airbus A320neo mit der Kennung OE-LXF. Die Maschine absolvierte ihren ersten regulären Linienflug für Austrian Airlines auf der Strecke von Wien nach Porto.
Das als „Lufthansa Group Wi-Fi“ vermarktete Angebot basiert auf der Starlink-Technologie. Nach Angaben der Fluggesellschaft ist die Verbindung auch für datenintensive Anwendungen wie Videostreaming und cloudbasiertes Arbeiten ausgelegt. Ob und unter welchen Bedingungen verzögerungsempfindliche Anwendungen wie Multiplayer-Spiele funktionieren, geht unmittelbar nicht hervor.
Eine zeitliche oder mengenmäßige Begrenzung der kostenlosen Nutzung nennt Austrian Airlines nicht. Vor dem Verbindungsaufbau müssen die Passagiere den Nutzungsbestimmungen zustimmen. Audio- und Videoinhalte dürfen nur mit Kopfhörern abgespielt werden. Sprach- und Videoanrufe sowie Livestreams von Bord sind nicht gestattet. Ob Reisende ohne Miles-&-More-Mitgliedschaft oder Travel ID einen kostenpflichtigen Zugang buchen können, wurde noch nicht näher erläutert.
20 Austrian-Flugzeuge bis Frühjahr 2027
Bis zum Ende des Winterflugplans 2026/27 will Austrian Airlines insgesamt 20 Flugzeuge mit dem neuen Internetzugang ausstatten. Ein weiterer fabrikneuer A320neo mit Starlink-Ausrüstung soll demnächst zur Flotte stoßen.

Austrian-CEO Annette Mann. | © Austrian Airlines
„Highspeed-Internet an Bord entwickelt sich immer mehr zu einem Kernbedürfnis unserer Fluggäste in allen Reiseklassen“, erklärte Austrian-CEO Annette Mann. Die Investition sei Teil eines umfassenden Programms zur Erneuerung des Angebots.
Dazu zählen neben der Modernisierung der Flotte auch neue Premium-Economy-Sitze für die Boeing 787. Die entsprechende Kabine soll künftig 28 Plätze umfassen. Am Flughafen Wien entstehen zudem mehr als 5.000 Quadratmeter neue Loungeflächen. Die Eröffnung von vier neuen Lounges ist für das zweite Quartal 2027 vorgesehen.
Lufthansa Group plant Ausstattung von 850 Flugzeugen
Die Lufthansa Group will insgesamt rund 850 Flugzeuge ihrer Konzerngesellschaften mit Starlink-Technologie ausrüsten. Neben Austrian Airlines umfasst das Projekt Lufthansa, SWISS, Brussels Airlines, ITA Airways, Edelweiss, Discover Airlines, Air Dolomiti, Lufthansa City Airlines und Eurowings.
Der Ausbau erfolgt schrittweise innerhalb der verschiedenen Flotten. Die Lufthansa Group bezeichnet sich als künftig größte Airline-Gruppe Europas mit einer derart umfassenden Ausstattung ihrer Flugzeuge mit Highspeed-Internet.
Sechs zusätzliche Airbus A320neo
Der nun eingesetzte Airbus mit der Kennung OE-LXF ist der erste von insgesamt sechs fabrikneuen A320neo, die Austrian Airlines zusätzlich in die Kurz- und Mittelstreckenflotte übernimmt. Die Flugzeuge verfügen jeweils über 180 Sitzplätze.
Gleichzeitig setzt die Airline die Ausflottung ihrer Embraer-Maschinen fort. Die ursprünglich 17 Flugzeuge dieses Typs sollen bis 2029 schrittweise aus der Flotte genommen werden. Danach will Austrian Airlines auf der Kurz- und Mittelstrecke ausschließlich Flugzeuge der Airbus-A320-Familie einsetzen.

Austrian Airlines strafft mit Beginn des Winterflugplans ihr Streckennetz. | © Austrian Airlines / Pauty
Parallel zur Flottenmodernisierung passt Austrian Airlines ihr Streckennetz an. Mit Beginn des Winterflugplans wird die defizitäre Flugverbindung zwischen Wien und Graz eingestellt. Graz bleibt über Frankfurt, München und Zürich sowie die AIRail-Verbindung zum Flughafen Wien an das Netz der Lufthansa Group angebunden.
(PA/red)


© Wolfgang Stadler
© Tony Gigov
© Swarovski Kristallwelten
© Innsbruck Tourismus/Tommy Bause
© keymedia Wien
© Greta Grabner