Neuaufstellung beim iab austria im Digitaljahr 2026
Mit einem neu gewählten Vorstand und klar formulierten Schwerpunkten ist das iab austria ins Digitaljahr 2026 gestartet. Beim traditionellen Happy New Year Get-together in Wien trafen sich mehr als 100 Vertreterinnen und Vertreter der heimischen Digitalwirtschaft, um den Beginn der neuen Funktionsperiode einzuläuten.

“Happy New Year Get-together” | © leisure communications/Roland Rudolph
Bei der Vorstandswahl im November 2025 wurde diese Richtung erstmals sichtbar: Mit einer Wahlbeteiligung von 54,1 Prozent lag sie deutlich über dem Niveau früherer Jahre. Erstmals wurde das Gremium zudem für eine dreijährige Funktionsperiode gewählt. Damit schafft der Verband verlässlichere Rahmenbedingungen für strategische Vorhaben jenseits einzelner Funktionsperioden.
Internationale Anbindung und Standortfragen
An der Spitze des Verbands steht seit Ende 2025 Hannes Wurzwallner, der das Präsidentenamt von Rut Morawetz übernommen hat. Morawetz fungiert nun als Vizepräsidentin. Inhaltlich setzt der neue Vorstand unter anderem auf eine stärkere internationale Vernetzung, insbesondere mit dem IAB Europe und dem IAB US. Themen wie künstliche Intelligenz, Plattformregulierung, Transparenz und faire Wettbewerbsbedingungen werden dabei als globale Herausforderungen verstanden, die auch den österreichischen Markt unmittelbar betreffen.

Hannes Wurzwallner (Präsident), Rut Morawetz (Vizepräsidentin) | © Roland Rudolph
Diese Ausrichtung knüpft an Entwicklungen an, die bereits im Vorfeld der Wahl diskutiert wurden. Der heimische Werbemarkt ist seit Jahren von einer starken Verschiebung in Richtung digitaler Kanäle geprägt, wobei ein Großteil der digitalen Budgets zu internationalen Plattformen abwandert. Vor diesem Hintergrund versteht sich das iab austria als koordinierende Instanz, die Standards, Orientierung und politische Interessenvertretung bündeln soll.
Kontinuität und Öffnung zugleich
Die personelle Zusammensetzung des neuen Vorstands spiegelt diesen Anspruch wider: Neben Vertreterinnen und Vertretern aus Medienhäusern, Agenturen, Vermarktern und werbetreibenden Unternehmen sind auch neue Gesichter hinzugekommen. Gleichzeitig haben sich mehrere langjährige Vorstandsmitglieder aus ihren Funktionen zurückgezogen, was den Generationswechsel im Verband schrittweise vorantreibt.
Flankiert wird die Arbeit des ehrenamtlichen Vorstands weiterhin von der Geschäftsstelle rund um Geschäftsführerin Ursula Gastinger, die zentrale operative Bereiche wie Weiterbildung, Events und den iab webAD verantwortet.

Helene Roba (Wiener Tourismusverband), Ursula Gastinger (Geschäftsführerin iab austria), Karin Duft (iab austria), Stephanie Mauerer (e-dialog) | © Roland Rudolph
Dialog mit Mitgliedern im Fokus
Ein zentrales Element der neuen Funktionsperiode ist die stärkere Einbindung der Mitglieder. Eine aktuelle Befragung soll helfen, die strategischen Schwerpunkte für die kommenden Jahre zu schärfen. Ab 2026 sind zudem neue Ausbildungsinitiativen und Veranstaltungsformate geplant, die gezielt auf die Bedürfnisse der Branche reagieren sollen.
Mit dieser Kombination aus personeller Neuaufstellung, verlängerter Funktionsperiode und klar umrissenen Themenfeldern positioniert sich das iab austria 2026 als agiler Akteur in einem international geprägten Markt. Zugleich wächst die Erwartung, dass regionale Publisher und Werbenetzwerke stärker berücksichtigt und strukturell unterstützt werden.
(PA/red)










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