RTL AdAlliance Night bringt Videostrategie auf die Bühne

Mehr als 500 Gäste kamen am 8. Oktober zur RTL AdAlliance Night in die Wiener Ottakringer Brauerei. Unter dem Motto „All Ad Once“ präsentierte der Werbevermarkter der RTL Group seine Pläne für ein Videoangebot, das Fernsehen, Streaming und Onlinevideo verbindet. Die Strategie zielt auf einfachere Planung über mehrere Medienkanäle, professionelle Werbeumfelder und den Zugang zu europäischen Zielgruppen.

Buchung über Märkte hinweg

Der European Video Marketplace bündelt nach Unternehmensangaben in 14 Märkten Werbeplätze für Onlinevideo und Connected TV, also Videowerbung auf internetfähigen Fernsehgeräten. Eine zentrale Buchungs- und Abwicklungslösung soll internationale Kampagnen vereinfachen. Der AdManager ermöglicht die eigenständige Buchung von Videowerbung im Self-Service. Beide Lösungen sollen perspektivisch auch das österreichische Angebot ergänzen.

Mit „Smart Audiences“ will der Vermarkter unterschiedliche Datenansätze für eine europaweit abgestimmte Zielgruppenansprache zusammenführen. Oliver Vesper, Deputy CEO und Chief Digital Officer von RTL AdAlliance, benannte die Zersplitterung der Daten als Problem: Agenturen und Werbekunden benötigen Übersicht über Reichweite, Kontakthäufigkeit und Wirkung sowie durchgängige Prozesse bis zur Abrechnung.

Streaming und Medienumfeld

RTL+ soll als zentrale Streamingplattform im Total-Video-Angebot wachsen. Für dieses Jahr kündigt RTL zudem ein Paket aus RTL+ und WOW Serien & Filme an. Die Verbindung der Angebote von RTL und Sky soll zusätzliche Möglichkeiten für lineare und digitale Kampagnen schaffen.

Elisabeth Frank, Managing Director Austria, betonte die Verbindung nationaler und internationaler Inhalte. Claudia Ostermann-Schabata, Deputy Managing Director Austria, rückte das Werbeumfeld in den Vordergrund: Professionelle Medienmarken und redaktionelle Qualität sollen zur Glaubwürdigkeit werbender Marken beitragen.

Österreichisches Portfolio auf der Bühne

Zum österreichischen Portfolio zählen neben der RTL-Senderfamilie unter anderem RTLZWEI, Sky Sport Austria, DMAX, TLC, SPORT1 und CANAL+ ACTION sowie R9, krone.tv und oe24.TV. Die frühere IP Österreich tritt seit 2025 unter der Marke RTL AdAlliance auf und verbindet die heimische Vermarktung mit dem internationalen Netzwerk der Gruppe.

RTL AdAlliance Night am 8. Oktober in der Wiener Ottakringer Brauerei

Vertreter der RTL AdAlliance und ihrer Portfoliopartner: Frank Vogel, Inga Leschek, Oliver Vesper, Bernhard Kiehas, Elisabeth Frank, Max Mahdalik, Oliver Böhm, Sandra Gruner, Thorsten Braun, Claudia Ostermann-Schabata, Philip Falk, Catarina Preti, Romeo Edsperger und Manuel Atzler. | © RTL / Raphael Fasching

Das Rahmenprogramm griff bekannte Fernsehformate auf: Inga Leschek, Chief Content Officer von RTL Deutschland, präsentierte einen „Let’s Dance“-Auftritt mit Jorge González, Patrick Linke sowie Renata und Valentin Lusin. RTLZWEI-Geschäftsführer Thorsten Braun und Arabella Kiesbauer waren ebenfalls am Bühnenprogramm beteiligt.

Konkurrenz startet Angebot für den Mittelstand

Auch Seven.One Media setzt auf eigenständige Buchung: Der ProSiebenSat.1-Vermarkter führte am 7. Oktober in Deutschland den „ProSiebenSat.1 AdManager“ für kleinere mittelständische Unternehmen ein. Das von MFE Advertising entwickelte Tool ermöglicht Addressable-TV-Kampagnen auf den Sendern der Gruppe. Gebucht wird das SwitchIn-Format, das Werbung in L-Form um das laufende Fernsehbild legt.

Werbekunden können Zielgruppen anhand verschiedener Kriterien auswählen und Kampagnen regional ausspielen. Ein Dashboard zeigt die Kampagnenleistung in Echtzeit und ermöglicht Optimierungen. Seven.One-Media-CEO Nicola Lussana verbindet damit das Ziel, die Einstiegshürde für kleinere Unternehmen zu senken. Während der AdManager von RTL AdAlliance die Buchung unterschiedlicher Videoumfelder ermöglicht, setzt das neue ProSiebenSat.1-Angebot auf das Addressable-TV-Format SwitchIn.

(PA/red)