Das MAK feiert seine Förderer mit Künstler*innendinner
Unter dem Motto „Life on Mars“ kamen am 2. November rund 400 Gäste zum Künstlerdinner ins Wiener Museum für angewandte Kunst. Eingeladen hatten Generaldirektorin Lilli Hollein, der wirtschaftliche Geschäftsführer Gregor Murth und Martin Böhm, Präsident der MAK Art Society und Geschäftsführer des Dorotheum. Anlass war das 40-jährige Bestehen des Fördervereins, dessen Kürzel MARS auch das Motto des Abends lieferte. Es war das bisher größte Fundraising-Dinner des Museums.
MARS Präsident Martin Böhm, MAK Generaldirektorin Lilli Hollein, Gregor Murth, wirtschaftlicher Geschäftsführer des MAK. | © Andreas Tischler
Kunstszene trifft Wirtschaft
Zu den Gästen gehörten Florentina Holzinger, Philipp Hochmair, Jakob Lena Knebl, Ashley Hans Scheirl und Markus Schinwald. Auch Sophie Thun, Anna Viebrock, Eva Schlegel und Peter Kogler waren dabei. Aus den Kulturinstitutionen kamen unter anderen Agnes Husslein und Fatima Hellberg; aus Wirtschaft und Gesellschaft Desirée und Andreas Treichl, Susanne Porsche sowie Angelika und Wolfgang Rosam.
Die Verbindung zwischen Kunstschaffenden, Sammlern und privaten Unterstützern prägt auch die Arbeit der MAK Art Society. Seit ihrer Gründung 1986 hilft sie dem Museum bei Ankäufen, Ausstellungen, Forschungsarbeiten und Publikationen. Hinzu kommen Kunstreisen und Fundraising-Dinners. Seit drei Jahrzehnten wird der Verein von Generalsekretärin Michaela Hartig mitgestaltet.
Susanne Porsche und Philipp Hochmair beim Künstlerfest 2026 – 40 Years of Life von Mars, MAK Museum für angewandte Kunst, Wien. | © Andreas Tischler
Der Erlös des diesjährigen Abends kommt insbesondere der Entwicklung eines neuen MAK Guides zugute. Damit unterstützt das Dinner ein Vorhaben, das über den Kreis der geladenen Gäste hinaus für den Museumsbesuch relevant ist.
Bewegte Porträts in der Black Box
Die Inszenierung und Architektur des Abends gestaltete Claudia Cavallar. Einen eigenen Zugang zum Gesellschaftsporträt wählte Rolf Sachs: Der Konzeptkünstler und Designer, der dem International MAK Advisory Board angehört, lud die Gäste für seine „Moving Portraits“ in eine Black Box. Daneben feierte Christian Jankowskis Arbeit „Antikstübchen Nachwort“ von 2024 ihre MAK-Premiere. Das Werk ist eine Hommage an den Sammler Harald Falckenberg. Unterstützt wurde der Ankauf von der Galerie Crone und der Gesellschaft der Freunde der bildenden Künste.
Zeitgenössische Kunst im Museum festzuhalten, gehört zu den Gründungsanliegen der MARS. Böhm nennt in einer Aussendung dafür gezielte Ankäufe und weitere Förderaktivitäten. Hollein betont die Nähe des Vereins zu Künstlerinnen und Künstlern sowie dessen Beitrag zur Sammlung und zum Programm.
Zwei Jubiläen am Stubenring
Erst Vorgestern war im MAK die Ausstellung „20 Jahre Vienna Design Week. Eine Stadt voller Plakate“ zu Ende gegangen. Sie zeigte die Plakatgestaltung des Festivals, das Hollein 2006 gemeinsam mit Tulga Beyerle und Thomas Geisler gegründet hatte.
Auf das Jubiläum eines Designfestivals folgte damit der Geburtstag eines Fördervereins: zwei Verbindungen des Museums zur Wiener Kunst- und Gestaltungsszene, die über Ausstellungen hinausreichen. Beim Künstlerdinner standen nun jene Menschen im Mittelpunkt, die diese Beziehungen als Kunstschaffende, Förderer und Gäste mittragen.
(PA/red)







