Cliff-Diving-Stars springen vor Tiroler Bergkulisse

Mit Sprüngen aus 27 Metern Höhe gehört Cliff Diving zu den spektakulärsten Disziplinen des Actionsports. Internationale Wettkämpfe finden üblicherweise an Küsten, Naturhäfen oder eigens errichteten Plattformen statt. Im Juli rückt nun das Tiroler Ötztal in den Fokus der Szene: Die neue NLT Cliff Diving World Tour feiert dort ihre Österreich-Premiere und macht zugleich ihren einzigen Tourstopp weltweit in diesem Sommer.

David Colturi beim Sprung von der 27 Meter hohen Plattform im Ötztal

Als langjähriger AREA-47-Stammgast kennt David Colturi das Gefühl, am Sprungturm in 27 Metern Höhe zu stehen.

Vom 16. bis 18. Juli treffen in der AREA 47 am Eingang des Ötztals einige der bekanntesten Athletinnen und Athleten des Sports aufeinander. Mit der neuen Serie wollen die Initiatoren Cliff Diving langfristig an festen Standorten etablieren und international weiterentwickeln. Die Wettkämpfe verbinden klassische High-Diving-Bewerbe mit Freestyle-Elementen.

Nach dem Absprung bleiben den Athleten nur wenige Sekunden bis zum Eintauchen ins Wasser. Dabei werden Geschwindigkeiten von bis zu 85 km/h erreicht. Zu den angekündigten Teilnehmern zählen die australische Rekordsiegerin Rhiannan Iffland, der rumänische Champion Constantin Popovici sowie der Kärntner Freestyle-Athlet Ossama „Ossy“ Ali.

Heimspiel für Ossy Ali

Aus österreichischer Sicht richtet sich der Blick vor allem auf Ossy Ali. Der aus Kärnten stammende Athlet zählt zu den bekanntesten Gesichtern der internationalen Freestyle-Szene und erreicht über soziale Medien fast zwei Millionen Follower. Für die Veranstalter steht er exemplarisch für jene neue Generation von Actionsportlern, die sportliche Leistung mit digitaler Reichweite verbinden.

Die Wettkämpfe sollen bei freiem Eintritt zugänglich sein. Neben den Bewerben setzen die Organisatoren auf ein Rahmenprogramm mit Musik und Festivalatmosphäre. Damit soll die Veranstaltung auch Besucher ansprechen, die bislang wenig Berührung mit dem Sport hatten.

Neue Serie mit großen Plänen

Hinter der NLT Cliff Diving World Tour stehen der österreichische Sport- und Medienunternehmer Raphael Eder sowie der US-amerikanische Profi-Klippenspringer David Colturi. Beide verfolgen das Ziel, den Sport langfristig international zu etablieren und den Weg zu Olympischen Spielen zu ebnen.

Raphael Eder und David Colturi, die Gründer der NLT Cliff Diving World Tour

Von Athleten für Athleten: Raphael Eder (l.) und David Colturi (r.) gründeten die NLT Cliff Diving World Tour und verfolgen das Ziel, Cliff Diving langfristig als olympische Disziplin zu etablieren. | © Moritz Karnahl / No Limits Tour

Das neue Format setzt auf wiederkehrende Austragungsorte und eine stärkere Einbindung der Athleten. „Wir wollen dem Sport durch langfristige Standorte eine nachhaltige Entwicklung ermöglichen“, erklären die Initiatoren. Österreich reiht sich damit in eine Gruppe internationaler Destinationen ein, die künftig Teil der Serie sein sollen.

Internationale Bühne für das Ötztal

Für das Ötztal bedeutet die Veranstaltung zusätzliche internationale Aufmerksamkeit mitten in der Sommersaison. Die Region zählt mit Orten wie Oetz, Sautens, Umhausen, Längenfeld und Sölden zu den bedeutendsten Tourismusdestinationen Tirols und positioniert sich seit Jahren als Ganzjahresziel für Outdoor- und Bergsport.

AREA-47-Geschäftsführer Christian Schnöller sieht in der Einbindung in die neue Serie einen wichtigen Schritt für die Region: „Die langfristige Integration der AREA 47 in eine so hochkarätige globale World Series hebt das Sport-Entertainment im Alpenraum auf ein neues Level.“

Mehrfachbelichtung eines Klippenspringers beim Sprung von der Hochplattform in der AREA 47 im Ötztal

Eine Mehrfachbelichtung zeigt die Flugbahn eines Cliff Divers von der Plattform bis zum Eintauchen ins Wasser. | © AREA 47

Während viele internationale Cliff-Diving-Wettkämpfe vor Küstenkulissen stattfinden, führt die neue Serie die Athleten diesmal ins Ötztal. Die Tiroler Berglandschaft bildet dabei die eindrucksvolle Kulisse für die Sprünge und sorgt für Bilder mit hohem Wiedererkennungswert.

(PA/red)