The FreeMenSingers feierten Albumpräsentation

Zwanzig Jahre gemeinsam Musik machen und das dritte Album auf Vinyl: The FreeMenSingers feierten am 16. Oktober im ausverkauften Wiener CasaNova Bandjubiläum und Plattenpräsentation. Andie Gabauer, Didi Baumgartner und Werner Eichhorn brachten „Oh My God“ auf die Bühne, unterstützt von Rue Kostron am Bass und Alex Schuster am Schlagzeug.

Auf die CDs „Easy Rider“ von 2010 und „On The Radio“ von 2012 folgt damit eine weitere Veröffentlichung bei Rossori Music/Pate Records. Die neue Platte versammelt ausschließlich eigene Titel. Einige davon begleiten das Trio schon länger: „Oh My God“ erschien 2020 als Single, „The Buddha In Me“ folgte 2021 und „Better“ 2022.

Alle acht Stücke des Albums „Oh My God“ gehörten zum Konzertprogramm. Neben diesen drei Titeln spielten die Musiker „Hello“, „Sitting In The Summer Sun“, „You Cannot Light A Stone“, „Freedom“ und „Stand Together“. Dazu kamen bekannte Klassiker aus ihrem bisherigen Repertoire.

Didi Baumgartner, Andie Gabauer, Alex Schuster, Rue Kostron und Werner Eichhorn (v. l.).

Didi Baumgartner mit hellblauer Telecaster, Andie Gabauer mit Burns Double Six Gitarre, Alex Schuster am Yamaha-Schlagzeug, Rue Kostron am gelben Bass und Werner Eichhorn mit roter Rickenbacker (v. l.). | © keymedia

Drei Stimmen und Gitarren mit Rockgeschichte

Das musikalische Zentrum bilden die drei Gesangsstimmen und ihre Gitarren. Folk-Rock, Gitarrenpop und Soul gehören zu den Bezugspunkten der FreeMenSingers, deren musikalische Verwandtschaft etwa zu den Eagles und Crosby, Stills, Nash & Young führt. Im CasaNova ergänzte die Rhythmusgruppe das Trio zur fünfköpfigen Bühnenbesetzung.

Unter den Instrumenten war Gabauers zwölfsaitige Burns Double Six zu entdecken. Ein Modell mit Queen-Verbindung: Brian May spielte eine Double Six auf „Long Away“ und erzählte später, dass ihn die Gitarre zum Riff des Songs inspiriert habe. Auch Mark Knopfler setzte eine solche Zwölfsaitige bei Dire Straits ein, unter anderem für „Angel of Mercy“. Baumgartner war mit einer hellblauen Fender Telecaster zu sehen. Eichhorn wechselte unter anderem zwischen einer roten Rickenbacker und einer honigfarbenen Telecaster.

The FreeMenSingers bei ihrer Albumpräsentation im Wiener CasaNova.

Gemeinsam an der Bühnenkante: Werner Eichhorn mit honigfarbener Telecaster, Didi Baumgartner, Andie Gabauer und Rue Kostron. | © keymedia

Auch die musikalischen Lebensläufe der drei Frontmusiker reichen über die gemeinsame Band hinaus. Gabauer ist vom Funk- und Soul-Ensemble Hot Pants Road Club und als Sänger bei „Dancing Stars“ bekannt. Baumgartner spielte unter anderem bei Alkbottle und steht inzwischen auch mit Wolfgang Ambros auf der Bühne. Eichhorn war mit Käpt’n Echo und eigenen Projekten unterwegs.

Gäste zwischen Bühne und Plattencover

Unter den Gästen waren die ehemalige Skirennläuferin und Buchautorin Lizz Görgl sowie Sänger Thomas Parzer mit seiner Frau Elisabeth. Auch Sängerin Anna Fay und Sänger Louie Austen feierten mit. Austen lobte die Kollegen dafür, wie sie spielten und sangen, um das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute zu begeistern.

Lizz Görgl und Sänger Thomas Parzer beim Konzertabend.

Lizz Görgl und Sänger Thomas Parzer beim Konzertabend. | © Andy Dobersberger

Für Labelchef Mario Rossori brachte der Abend auch ein persönliches Wiedersehen: Georg Leitner und Charly Urasch, Kollegen aus seiner ersten Station in der Musikbranche, waren gekommen. Unter den weiteren Gästen waren Songwriter und Produzent Chris Harras, Ö3-Moderator Norbert Ivanek, Musikproduzent Gery Moder und Alkbottle-Bassist Marco Billiani, der die LP grafisch gestaltete.

„Endlich ist die langerwartete Vinylplatte da – ‚Oh My God‘“, freuten sich die FreeMenSingers. Neben den drei Alben mit eigenen Titeln zählten für sie nach zwanzig gemeinsamen Jahren vor allem das Publikum und die ungebrochene Freude am Musizieren. Die neue LP wurde an diesem Abend auch zum Fotomotiv in den Händen jener Gäste, die sich ein Exemplar mit heimnahmen.

  • Das Wiener CasaNova am Abend.
    Das Wiener CasaNova am Abend der Albumpräsentation. | © Andy Dobersberger

Vintage-Gitarren, Blue Jeans und ein präzise aufeinander eingespieltes Ensemble machten den Abend easy listening. Die Gitarren gaben den Sound vor, die Arrangements ließen Stimmen und Instrumenten Raum, dosierte Soli fügten sich ins Softrock-Konzept. Der wohltemperierte Live-Mix übertrug den erdigen Klang mit der Klarheit einer Studioproduktion und dem vertrauten Gefühl vertrauter Radiosongs ins CasaNova.

(PA/red)