Wings for Life World Run mit “Catcher Car” im Nacken

Als eine von sechs Städten ist Wien abermals Schauplatz eines Charity-Laufs mit speziellen Regeln. Beim “Wings for Life World Run” gibt es keine fixe Ziellinie und keinen fixen Austragungsort. Die Idee ist vielmehr, so viele Läufer wie möglich an der Teilnahme zu bewegen. Der Zweck dahinter: Geld auf der ganzen Welt für die Rückenmarksforschung zu sammeln und damit Heilungsmethoden für Querschnittslähmung zu finden. Am 7. Mai 2023 ist es wieder soweit. Der weltweite Startschuss für den “Wings for Life World Run” fällt in Wien um 13:00 Uhr.

Teilnehmer am Wings for Life World Run in Wien laufen am Ring.

Startschuss für Wings for Life World Run in Wien. | © Philip Platzer

Wettlauf gegen “Catcher Car”

Die Stiftung Wings for Life wurde im Jahr 2004 von Dietrich Mateschitz und Heinz Kinigadner gegründet. Seither wurden zahlreiche Forschungsprojekte initiiert. Der Lauf in Wien ist nur ein Puzzleteil, zählt aber mit Sicherheit zu den schönsten Austragungsorten im diesjährigen Kalender. Viele Sehenswürdigkeiten der Stadt liegen entlang der Strecke. Bis zu 79 Kilometer kann man theoretisch laufen. Das schier unerreichbare Ziel liegt weit hinter der Stadtgrenze in Tulln. Diese Mammutleistung werden gewiss nur wenige SpitzensportlerInnen schaffen.

Im Prinzip steht es jedem Läufer frei, wie lange er oder sie auf der Strecken bleiben möchte. Solange sie nicht vom “Catcher Car” überholt werden. 30 Minuten nach dem Start nimmt das Fahrzeug die Verfolgung auf und bildet eine fahrende Ziellinie. Damit auch schwächere Läufer ein Stück weit kommen, bevor das “fahrende Ziel” sie eingeholt hat, ist die Geschwindigkeit des Fahrzeugs genau reglementiert. Für 5 Kilometer Laufstrecke hat man 51 Minuten Zeit, für 10 Kilometer 1 Stunde 12 Minuten und für 20 Kilometer 1 Stunde 50 Minuten. Die Marathon-Distanz müsste man in 3 Stunden und 5 Minuten bewältigt haben, bevor das Fahrzeug vorbeirollt.

Laufveranstaltung im Herzen Wiens

Von der Ringstraße aus wird der Lauf durch Wien angetreten. Vorbei an der Universität Wien und dem Schwedenplatz führt der Weg bis zur Wiener Staatsoper. Von dort aus geht es über die Linke Wienzeile, den Gumpendorfer Gürtel und den Mariahilfer Gürtel quer durch die verschiedenen Wiener Gemeindebezirke. Entlang geschichtsträchtiger Gebäude wie dem Kunsthistorischen und Naturhistorischen Museum, der Hofburg, dem Parlament und dem Burgtheater kommen die Läufer noch einmal am Start vorbei, bevor es zum Schwedenplatz geht. Weiter über Weißgerberlände, Stadionbrücke, Lusthausstraße, Hauptallee, Praterstern, Lassallestraße, Reichsbrücke, Wagramerstraße, Arbeiterstrandbadstraße, Rollerdamm, Steinitzsteg, Donauinsel bis hinaus zum Einlaufbauwerk und Richtung Niederösterreich aus der Stadt hinaus nach Tulln.

Teilnehmer am Wings for Life World Run in Wien passieren das Burgtheater am Ring.

Teilnehmer am Wings for Life World Run in Wien passieren das Burgtheater am Ring. | © Philipp Carl Riedl

Wings for Life Charity

Alle Einnahmen aus Startgeldern und Spenden werden für die Rückenmarksforschung verwendet, um Querschnittslähmung zu heilen. Möglich machen das die Firma Red Bull und ihre Partner. Wer in Wien oder in einer der anderen Städte nicht mitlaufen kann, hat trotzdem die Möglichkeit an den Start zu gehen. Mit einer eigenen App am Smartphone oder Smartwatch kann man an jedem Ort der Welt am Wings for Life World Run teilnehmen. Es gilt nur eine Bedingung: Man muss am 7. Mai 2023 mindestens 16 Jahre alt sein, um beim Charity-Lauf dabei sein zu können.

Anmeldung unter www.wingsforlifeworldrun.com

(PA/red)

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