Opernball in New York als Höhepunkt einer Wien-Woche
Mit dem 70. Viennese Opera Ball New York hat Wien einmal mehr gezeigt, wie erfolgreich die österreichische Balltradition als kulturelle Visitenkarte im Ausland funktioniert. Der traditionsreiche Ball im legendären Cipriani 42nd Street war dabei nicht nur ein gesellschaftlicher Höhepunkt, sondern der glanzvolle Abschluss einer ganzen „Ballwoche“, in der sich die österreichische Delegation in Manhattan intensiv um die internationale Imagepflege Wiens als Kultur-, Genuss- und Tourismusdestination bemühte.

Opernstars mit Daniel Serafin und Silvia Frieser im Ballsaal des Cipriani 42nd Street. | © Charles Wills
70. Viennese Opera Ball New York
Unter dem Motto „A Magical Night – A Fairy Masquerade“ stand die Jubiläumsausgabe im Zeichen des 250. Geburtstags von Wolfgang Amadeus Mozart. Offizieller Ehrenschutz kam von Bundespräsident Alexander Van der Bellen, während auch das offizielle Wien stark vertreten war. Wiens Stadtrat Jürgen Czernohorszky bezeichnete den Ball als „Kulturbotschafter Wiens“, der die österreichische Hauptstadt seit sieben Jahrzehnten mit New York verbinde.
Angeführt wurde die österreichische Delegation von Ballpräsidentin Silvia Frieser und Künstlerischem Direktor Daniel Serafin, die den Ball längst weit über eine einzelne Gala hinaus positioniert haben. Empfänge, Netzwerktermine, Kulturveranstaltungen und wirtschaftliche Begegnungen machten die Tage vor dem Ball zu einer intensiven Werbewoche für Wien und Österreich in den USA.

Eine Debütantin beim Einzug in den Ballsaal des 70. Viennese Opera Ball New York. | © Charles Wills
Künstlerische Eröffnung mit Staraufgebot
Die Jubiläumsausgabe setzte auch musikalisch ein starkes Zeichen. Für die künstlerische Eröffnung konnten internationale Opernstars gewonnen werden: Die zweifache Grammy-Preisträgerin Angel Joy Blue interpretierte die berühmte Arie „Vissi d’Arte“ aus Puccinis „Tosca“, während Grammy-Nominierter Adam Smith ebenso auftrat wie Hera Hyesang Park, Lawrence Brownlee und Golda Zahra. Begleitet wurden sie vom eigens formierten Viennese Opera Ball Orchestra unter der Leitung von Rainer Sulzgruber.
Auch Österreichs Tanz- und Kulturszene war Teil der Charme-Delegation in New York. Primaballerina Liudmila Konovalova von der Wiener Staatsoper sorgte ebenso für Glanz am High Society-Parkett – ausgestattet mit Preziosen von A.E. Köchert.– wie die Debütantenpaare unter der Leitung von Sandra Stockmayer und Roman Svabek. Unter den Gästen befand sich einmal mehr Prinz Mario Max zu Schaumburg-Lippe, der gut gelaunt erschien und eine heiße Sohle aufs Parkett legte.

Prinz Mario Max zu Schaumburg-Lippe in Frack und Orden beim Viennese Opera Ball New York. | © Charles Wills
Österreichische Unternehmen als Botschafter
Der Viennese Opera Ball gilt seit Jahren auch als Bühne für österreichische Unternehmen und touristische Marken, die sich im internationalen Society-Umfeld präsentieren. Zahlreiche Partner aus Österreich machten die Ballnacht erst möglich und nutzten die Veranstaltung gleichzeitig als Plattform für Standort- und Markenkommunikation.
Zu den langjährigen Unterstützern zählen unter anderem Austrian Airlines, die Erste Group Bank, die Schönbrunn Group, Esterházy, die Stadt Wien sowie die U.S. Austrian Chamber of Commerce. Darüber hinaus präsentierten sich zahlreiche österreichische Betriebe aus Hotellerie, Kulinarik und Lifestyle – darunter das Hotel Imperial, das Mandarin Oriental Vienna, der Krallerhof, das Park Hyatt Vienna, Rogner Bad Blumau, das Marienkron Retreat & Health Resort oder The Leo Grand Vienna.

Wiens Stadtrat Jürgen Czernohorszky, Grammy-Preisträgerin Angel Joy Blue, Daniel Serafin und Generalkonsul Thomas Schlesinger beim 70. Viennese Opera Ball New York. | © Charles Wills
Auch kulinarisch setzte Österreich Akzente: Aida servierte süße Klassiker aus Wien, während die Konditorei Baumgartner aus Gmunden mit Apfelstrudel-Pralinen debütierte. Österreichische Weingüter wie Schloss Gobelsburg, Esterházy, Schoedl und Grassl begleiteten die Ballnacht vinophil.
Ballnacht mit gegenseitiger Signalwirkung
Die diesjährige Jubiläumsausgabe machte erneut deutlich, wie stark Wien seine klassische Ballkultur international positioniert – und wie eng dabei Kulturmarketing, Standortwerbung und persönliche Netzwerke miteinander verbunden sind.
Gleichzeitig ist der Ball seit langen ein fester Bestandteil des gesellschaftlichen und kulturellen Kalenders von New York geworden. Die Verbindung aus Wiener Balltradition, Oper, Kulinarik und internationalem Networking macht den Abend für die New Yorker Society ebenso attraktiv wie für die österreichischen Gastgeber. Seit sieben Jahrzehnten entsteht dadurch ein transatlantischer Austausch, von dem beide Städte profitieren.
(PA/red)


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